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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-44542
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2007/4454/


Interindividueller Vergleich multifokaler Intraokularlinsen hinsichtlich Sehschärfe in der Ferne und Nähe, Lesegeschwindigkeit sowie Kontrastsehvermögen

Grolmus, Roman


Originalveröffentlichung: (2006) Giessen : VVB Laufersweiler 2007
pdf-Format: Dokument 1.pdf (3.081 KB)

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Augenklinik des Klinikum Bad Hersfeld GmbH
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 3-8359-5120-3
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 12.12.2006
Erstellungsjahr: 2006
Publikationsdatum: 07.02.2007
Kurzfassung auf Deutsch: Eine Katarakt und die mit steigendem Alter schwindende Akkommodation können der Grund für eine verminderte Lesefähigkeit sein. Mit den Möglichkeiten der modernen Kataraktchirurgie wird zunehmend versucht, eine ideale Rehabilitation der Patienten zu erlangen. Dazu gehört neben einer sehr guten Fernsicht auch die Wiederherstellung der Lesefähigkeit mit ihren Teilaspekten Lesesehschärfe und Lesegeschwindigkeit in der Nähe.
Diese Untersuchung hat gezeigt, dass Patienten mit multifokalen Intraokularlinsen gute Ergebnisse bei der Lesefähigkeit erzielen können, jedoch müssen aus physikalischen Gründen Abstriche bei der Sehschärfe in der Ferne gemacht werden.

Hinsichtlich des Kontrastsehens wurden ebenfalls gute Ergebnisse erzielt.
Das physikalische Prinzip der diffraktiven Linsen scheint dabei dem der refraktiven Multifokallinsen überlegen zu sein.
Die Befragung der Patienten zu ihrer Zufriedenheit mit dem Ergebnis der Operation zeigte eine weitgehende Übereinstimmung von objektiven und subjektiven Ergebnissen.

Mit den heutigen modernen Operationsverfahren stellen somit multifokale Intraokularlinsen für eine Vielzahl von Patienten eine Alternative zur monofokalen Intraokularlinse dar. Dies geht soweit, dass auch ein Einsatz in der refraktiven Chirurgie und in der Presbyopiebehandlung denkbar und möglich ist. Allerdings ist dabei auf eine entsprechende Patientenauswahl zu achten und mit einem erhöhten Aufklärungsbedarf zu rechnen.
Kurzfassung auf Englisch: Reduced reading ability is usually caused by cataract or loss of accommodation that develop with age. The main goal of modern cataract surgery is to rehabilitate optimally patient vision. This includes – besides good distance vision – the recovery of reading capability, i.e. reading acuity and reading speed.

Our own experience with multifocal intraocular lenses (MIOL) showed that patients with these lenses significantly enhance reading capability without compromising contrast sensitivity. However, some limitations exist with respect to distance vision.
MIOLs with diffractive optical principle appear to perform better than lenses with refractive optical zones. Visual performance measured objectively and subjectively was largely corroborated by patient satisfaction.

Based on today’s modern surgical techniques, MIOLs represent an alternative to monofocal lenses for many cataract patients. MIOLs can also be considered as an option for the treatment of presbyopia or in refractive surgery. However the future success of MIOLs depends largely on the right patient selection and appropriate patient counselling.