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Validität immunchemischer Screeningtests bei der Überwachung Drogenabhängiger

Pain, Alexander


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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Rechtsmedizin
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 24.10.2006
Erstellungsjahr: 2005
Publikationsdatum: 29.01.2007
Kurzfassung auf Deutsch: Immunoassays werden inzwischen weltweit zum schnellen Drogenscreening eingesetzt. Sie sind ein wertvolles Hilfsmittel zur Suchanalyse für legale und illegale Drogen aber es besteht ein nicht zu vernachlässigendes Risiko von falsch-negativen und falsch-positiven Befunden und zahlreiche Fehlerquellen müssen in Betracht gezogen werden, wenn sie unkritisch interpretiert und ohne valide Bestätigungsverfahren eingesetzt werden.

In einer langjährigen erfolgreichen Zusammenarbeit mit einer großen psychiatrischen Klinik überprüften wir zweifelhafte und inplausible immunchemische Harnbefunde mit gaschromatographisch-massenspektrometrischen Bestätigungsmethoden.

In der Arbeit werden anhand von Fallbeispielen typische Fehlerquellen, wie z.B. der Einfluss unkritischer Kreatininkorrekturen, simultaner Medikationen, wechselnder Ernährungsgewohnheiten und eingeschränkter Elimination aufgezeigt. In Übereinkunft mit nationalen und internationalen Fachgesellschaften ist festzustellen, dass Immunoassays ohne jeden Zweifel als wertvolle Screeningverfahren zu empfehlen sind.

Andererseits ist eine Bestätigungsanalyse mit definitiven Methoden (GC/MS oder LC/MS) zur validen Identifizierung, Unterscheidung zwischen aktiven und inaktiven Metaboliten, Erfassung von Begleitstoffen und präziser Bestimmung in Körperflüssigkeiten unverzichtbar.
Kurzfassung auf Englisch: Nowadays immunoassays are used worldwide for the rapid screening of drugs. Despite the fact that they are a highly valuable tool for the testing of legal and illicit drugs, there is a nonnegligable risk of false positive and false negative findings and many pitfalls must be taken
into account when using these tests in an uncritical manner and without valid confirmation procedures.

In a long standing succesful cooperation with a large psychiatric hospital, we checked doubtful and non-plausible immunochemical findings in urine with gas-chromatography / mass-spectrometry confirmation methods.
The reported case histories demonstrate typical pitfalls, e.g. uncritical creatinine correction, cross-reactivities of simultaneous therapeutic medication, influence of changing nutritional habits and impaired elimination.
In accordance with national and international associations, immunoassays are recommended as a useful tool for screening. However, confirmation analysis with conclusive methods (GC/MS or LC/MS) is unavoidable for valid substance identification, discrimination between active and inactive metabolites, detection of congeners and accurate determination of
concentrations in body fluids.