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Europa als Quelle sozialer Identität : Eine international vergleichende Analyse ihrer Voraussetzungen und Wirkungen bei jungen Erwachsenen

Europe as source of social identity : an international comparative analysis of its conditions and implications among young adults

Fuß, Daniel


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-39425
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2007/3942/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Identität , Europa , Jugend , Vergleich
Freie Schlagwörter (Englisch): Identity , Europe , Youth , Comparison
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Politikwissenschaft
Fachgebiet: Soziologie
DDC-Sachgruppe: Politik
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 12.12.2006
Erstellungsjahr: 2006
Publikationsdatum: 12.01.2007
Kurzfassung auf Deutsch: Bei dieser Arbeit handelt es sich um eine kumulierte Dissertationsschrift, die aus vier – zum größten Teil bereits veröffentlichten – Einzelartikeln sowie einer allgemeinen Einleitung und Zusammenfassung besteht. Im Mittelpunkt des Interesses steht die vergleichende Betrachtung der Herausbildung europäischer Identität bei jungen Erwachsenen aus verschiedenen Ländern und Regionen. Den Ausgangspunkt der Analysen bilden drei Fragestellungen, deren Relevanz sich unter anderem aus der aktuellen Situation des europäischen Integrationsprozesses speist:
(1) Welche Faktoren begünstigen auf individueller Ebene die Genese eines europäischen "Wir-Gefühls"?
(2) In welchem Verhältnis steht die Identifikation mit Europa zu nationalen Identitäten?
(3) Welche Implikationen ergeben sich aus der Verbundenheit mit Europa bzw. der eigenen Nation hinsichtlich der Haltung gegenüber Menschen anderer Herkunft?
Die Formulierung der entsprechenden Untersuchungshypothesen orientiert sich im Wesentlichen an den Basisprämissen des sozialkonstruktivistischen Ansatzes sowie der Theorie sozialer Identität. Die empirische Überprüfung erfolgt anhand der qualitativen und quantitativen Daten des internationalen Forschungsprojekts "Youth and European Identity" (2001-2004), in dessen Verlauf ca. 4.000 Personen im Alter von 18 bis 24 Jahren aus insgesamt zehn europäischen Städten befragt wurden. Bezüglich der Identifikation mit Europa verweisen die Befunde der Studie zum einen auf die zentrale Bedeutung bestimmter persönlicher Ressourcen wie Auslandserfahrungen, Fremdsprachenkenntnissen und Mobilitätsaspirationen. Zum anderen lässt sich zeigen, dass nationale und europäische Identität zwar grundsätzlich in einem positiven Verhältnis zueinander stehen, jedoch nur letztere tendenziell mit der Ablehnung fremdenfeindlicher Einstellung einhergeht.
Kurzfassung auf Englisch: This work is a cumulative doctoral thesis consisting of four – mostly already published – articles as well as a general introduction and a summary. The comparative examination of the development of European identity among young adults from different countries and regions constitutes the main focus of interest. The analyses are concerned with three questions whose relevance is not at least determined by the current state of the European integration process:
(1) Which factors on an individual level promote the genesis of a European "we-feeling"?
(2) What is the relationship between identification with Europe and national identities?
(3) Which implications arise from the attachment to Europe and one’s own nation respectively regarding attitudes towards people from other backgrounds?
The formulation of corresponding research hypotheses largely relies on premises of the social constructivist approach and the theory of social identity. The empirical verification was carried out on the basis of qualitative and quantitative data from the international research project "Youth and European Identity" (2001-2004), in the course of which about 4.000 respondents at the age of 18 to 24 years from ten European cities were surveyed. Concerning identification with Europe, the results point to the great importance of personal resources such as foreign country experiences, foreign language skills, and mobility aspirations. In addition, it can be shown that national and European identity are not mutually exclusive, however, only the latter involves a rather negative attitude towards xenophobia.
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