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URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2007/3941/


Osteoporose bei Patienten unter Therapie mit Vitamin K-Antagonisten

Liebig, Stephanie geb. Schäfer


Originalveröffentlichung: (2006) Giessen : VVB Laufersweiler 2007
pdf-Format: Dokument 1.pdf (14.765 KB)

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Innere Medizin, Medizinische Klinik IV
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 3-8359-5096-7
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 02.10.2006
Erstellungsjahr: 2006
Publikationsdatum: 09.01.2007
Kurzfassung auf Deutsch: Osteoporose wird häufig als mögliche Nebenwirkung einer Therapie mit Vitamin
K-Antagonisten genannt – insbesondere bei Langzeitanwendungen. Aktuelle
Daten zu diesem Thema existieren jedoch nicht. Ziel unserer Studie war es
daher, das mögliche Auftreten von Osteoporose bei Patienten, die unter
Langzeittherapie mit Vitamin K-Antagonisten stehen, zu dokumentieren.
Insgesamt wurden 30 Patienten (15 Frauen, 15 Männer) im Alter zwischen 38
und 77 Jahren untersucht, die je nach Dauer der Einnahme von Vitamin K-Antagonisten
in drei unterschiedliche Gruppen eingeteilt wurden. Darunter
waren 10 Patienten mit einer Einnahmedauer von Vitamin K-Antagonisten von
0,5-5 Jahren (Gruppe A), 10 Patienten mit einer Einnahmedauer von Vitamin KAntagonisten
von 6-11 Jahren (Gruppe B) und 10 Patienten mit einer
Einnahmedauer von Vitamin K-Antagonisten von mehr als 11 Jahren (Gruppe
C). Die Kontrollgruppe bestand aus 30 Gesunden im Alter zwischen 39-81
Jahren (18 Frauen, 12 Männer).

Es konnte zwar keine Abhängigkeit zwischen dem Auftreten von Osteoporose
und der Einnahmedauer von Vitamin K-Antagonisten aufgezeigt werden, jedoch
war die Zahl der Patienten mit Osteoporose in der Patientengruppe (21 von 30
Patienten: 9 Frauen, 12 Männer) im Vergleich zur Kontrollgruppe (5 von 30
Personen: 2 Frauen, 3 Männer) überraschend hoch.
Wir folgern, dass das Osteoporose-Risiko bei Patienten unter Therapie mit
Vitamin K-Antagonisten bisher deutlich unterschätzt wurde. Die Möglichkeit
einer Osteoporose-Prophylaxe bei Patienten unter Langzeittherapie mit Vitamin
K-Antagonisten, beispielsweise mit oraler Calcium- und Vitamin D- Substitution,
sollte daher erwogen werden.

Generelle Leitlinienempfehlungen [Fassbender et al. 2003] zur Versorgung von
Osteoporose-Patienten hat der Dachverband der deutschsprachigen
osteologischen Fachgesellschaften (DVO) im März 2003 veröffentlicht.
Kurzfassung auf Englisch: Osteoporosis is thought to be one possible side-effect of vitamin K antagonist
therapy, especially of long-term treatment. Nevertheless, data concerning this
problem only exist from earlier years. Therefore we decided to look for the
incidence of osteoporosis in patients after long-term treatment with vitamin K
antagonists.

30 patients (15 female, 15 male) – age between 38 and 77 years were
examined. Group A: 10 patients with a capture time between 0.5 – 5 years;
Group B: 10 patients with a capture time between 6 – 11 years; Group C: 10
patients with a capture time more than 11 years. The control group consisted 30
healthy people – age between 39 – 81 (18 female, 12 male).
No correlation between appearance of osteoporosis and duration of vitamin K
antagonist treatment was detected. Nevertheless the number of patients
presenting osteoporosis (21 out of 30 patients; 9 female, 12 male) in
comparison with the control group (5 out of 30 patients; 2 female, 3 male) was
highly unexpected and astonishing.
While treating patients with vitamin K antagonists the possibility of appearing
osteoporosis should be kept in view. In those circumstances the therapy shoul
be supported by calcium and vitamin D.

General masteragreement [Fassbender et al., 2003] about the treatment of
patients with osteoporosis where published by DVO in march 2003.