Giessener Elektronische Bibliothek

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Regimen von der Wehrverfassung : Ein Kriegsmemorandum aus der Giessener Handschrift 996, zugleich ein Beitrag zur städtischen Militärgeschichte des 15. Jahrhunderts

Kümper, Hiram


Originalveröffentlichung: (2005) Giessen : Universitätsbibliothek
Zum Volltext im pdf-Format: Dokument 1.pdf (1.234 KB)

Die gedruckte Ausgabe ist für 20 € im Sekretariat der Universitätsbibliothek Giessen erhältlich. (Tel. 0641/99-14001, Fax 0641/99-14009)


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-30719
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2006/3071/

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Universitätsbibliothek
Fachgebiet: Universitätsbibliothek - Bibliothekssystem
DDC-Sachgruppe: Alte Geschichte, Archäologie
Dokumentart: Buch (Monographie)
Zeitschrift, Serie: Berichte und Arbeiten aus der Universitätsbibliothek und dem Universitätsarchiv Giessen ; 55 / 2005
ISBN / ISSN: 3-9808042-4-0
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2005
Publikationsdatum: 14.07.2006
Kurzfassung auf Deutsch: Bis in das späte 15. Jahrhundert hinein war das deutsche Mittelalter arm an theoretischen Schriften, die Praxis und Logistik des Kriegswesens thematisierten. Der Band bringt ein bislang unbekanntes Kriegsmemorandum in Edition und Untersuchung zur Vorstellung, das be­reits in der ersten Hälfte des Jahrhunderts auf der Grundlage von Nürnberger Vorarbeiten im unmittelbaren Umfeld des Münchner Rates entstanden ist. Als Autor der Nürnberger Vor­lage kann im Zuge der Untersuchung der Zittauer Johann Glöckner identifiziert werden. Das Regimen umfasst Anwei­sun­gen zur Or­ga­nisation des städtischen Wehrwesens, zur Bestellung von Wagenburg und Land­warte sowie zur Herstellung von Büchsenpulver und zur Organi­sation eines Zeughauses. Neben dem Kriegsbericht des Nürnberger Bürgermeister Erhard Schür­stab (1449/50) ist die betont präskriptive wie ver­all­ge­meinernde Schrift als eine zentrale und für seine Zeit er­staunlich moderne Quelle der süd­ostdeutschen Militärgeschichte des 15. Jahrhunderts an­zu­sehen. Zu­gleich ist sie die bislang älteste uns bekannte Schrift deutscher Sprache, die mono­graphisch die drei zentralen Bereiche der Kriegskunst (Technik, Taktik und Logistik) zugleich behandelt.
Kurzfassung auf Englisch: Up to the end of the 15th century, hardly any theoretical reflection on practice and logistics of warfare were known in Germany. The article acquaints with a previously unknown treatise from a codex that evolved from Munich town council circles already in the first half of the cen­tury, based upon preliminary but lost works from Nuremberg. The author (for the Nurem­berg texts being identified as Johann Glöckner from Zittau) deals with questions of organizing municipal forces, corrals (wagenburg) and non-municipal, auxiliary contingents (landwarte) as well as the manufacture of powder and the logistics of armouries (zeug­haus). Among Nuremberg mayor Erhard Schürstab´s report of 1449/50 this explicitly pre­scriptive as well as generalizing treatise can be addressed as a prior and strikingly modern source of the military history of Southeast Germany in the 15th century. Furthermore it is the first monograph written in German known by now that treats the three central scopes of ars belli (techniques, tactics, and logistics).
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