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URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2006/2842/


Radiologische Auswertung des knöchernen Einwachsverhaltens von Hohlzylindern im Schafsfemur

Alpen, Andreas


pdf-Format: Dokument 1.pdf (2.751 KB)

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Freie Schlagwörter (Deutsch): SHEP-Prothese , Spongiosa , Hohlporothese
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Zentrum für Orthopädie und physikalische Medizin
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 22.05.2006
Erstellungsjahr: 2005
Publikationsdatum: 09.06.2006
Kurzfassung auf Deutsch: Untersucht wurde das Osteointegrationsverhalten von 50 identischen Titan-Zylindern im Tierversuch an 25 Schafen. Bei jedem Schaf wurden in das rechte proximale Femur jeweils 2 Prüfkörper übereinander intramedullär implantiert. Einer dieser beiden Prüfkörper wurde jeweils mit aus der Trochanter-Major-Region desselben Femur entnommener autogener Spongiosa gefüllt, der zweite Prüfkörper wurde leer implantiert. Den Tieren mit ungerader Identifikationsnummer wurde der ungefüllte Zylinder proximal diaphysär implantiert, der mit Spongiosa gefüllte Zylinder wurde proximal davon, metaphysär in der intertrochantären Region implantiert. Tieren mit gerader Identifikationsnummer wurden die Zylinder in umgekehrter Position implantiert. Nach einer Beobachtungs- und Einwachszeit von 6 Monaten wurden die Versuchstiere euthanasiert und die Femura explantiert. Anschließend wurden die individuellen anatomischen Messparameter ermittelt.

In der computertomographischen Auswertung war der höchste knochenrelevante Anteil in der Gruppe der proximal implantierten Zylinder und hier wiederum in den am weitesten proximal gelegenen Schichtebenen zu finden. Der Mittelwert für die computertomographisch gemessenen knochenrelevanten Fläche im Zylinderquerschnitt nimmt in Schichtebene (CT-P1) zur am weitesten distal gelegenen Schichtebene (CT-P8) kontinuierlich ab. Unter Berücksichtigung der Prüfkörperlokalisation und des Füllungszustandes ergeben sich höhere Werte für im Zylinderinneren befindliches Knochengewebe in der Gruppe der metaphysär unaufgefüllt implantierten Prüfkörper als in der Gruppe der metaphysär aufgefüllt implantierten Prüfkörper. Gleiches gilt für die diaphysär ungefüllt implantierten Zylinder, bei welchen höhere Werte erzielt wurden als in der Gruppe der diaphysär gefüllt implantierten Zylinder.

In der vorliegenden experimentellen Untersuchung konnte somit nicht nachgewiesen werden, daß die Auffüllung eines in das Femur eingebrachten Hohlkörpers zu einer vermehrten knöchernen Integration führt.
Kurzfassung auf Englisch: We investigated the osteointegration of 50 Titan cylinders into the femur of 25 sheep as animal model.

We implanted into the bone marrow cavity of the right proximal femur of each sheep two testbodies, one above the other. One of these bodies was impacted with autologous spongiosa which we got out of the greater trochanter region, the other we left empty. We implanted the empty cylinder into the proximal diaphysis of those animals with uneven identification-numbers while the spongiosa impacted cylinder was positioned into the intertrochanter region. The same procedure was performed the other way round with sheep of even identification-number. After 6 months we took the femur out. Then we measured the different anatomical sizes such as circumferences of the bones. The ct-results shew the highest bone relevant part in the group of proximal implanted cylinders, especialy in the most proximal ct-cuts of the femur. The mean for the ct-measured bone relevant arrier in the testbody gets continously lower from the cut (CT-P-1) towards the distal cut (CT-P-8). Regarding the localisation of the testbodies and wether they are spongiosa impacted or not, there is a higher density for the bone tissue within the cylinders of those we implanted empty into the metaphysis. We received the same results for the empty testbodies positioned into the diaphysis.

Our experiments could not proof that that the impaction of titan-cylinders with autologous spongiosa leads to better integration of the metal into the bone.