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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-28312
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2006/2831/


Systemisch messbare Parameter zur Detektion des TH1/TH2-Shifts bei HIV-Infektion

Parameters of TH1/TH2-Shift in HIV-infected humans detectable in serum

Mayer, Tobias


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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Kerckhoff-Klinik, Abteilung Rheumatologie, Klinische Immunologie, Physikalische Medizin und Osteoporose, Bad Nauheim
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 04.05.2006
Erstellungsjahr: 2005
Publikationsdatum: 22.05.2006
Kurzfassung auf Deutsch: In der vorliegenden Arbeit wurden von 13 Patienten mit HIV-Infektion 3 Blutproben im Abstand von jeweils sechs Monaten gewonnen. Im daraus gewonnenen Serum wurden einige ausgewählte Parameter bestimmt, mit deren Hilfe eine Aussage über das Verhältnis von T-Helferzellen des Typs 1 zum Typ 2 ermöglicht werden sollte. Da sich diese beiden T-Helferzelltypen nicht morphologisch, sondern durch das Muster der sezernierten Zytokine unterscheiden, schien die Etablierung von Surrogatmarkern für den jeweiligen Subtyp sinnvoll.


Gemessen wurden die Serumkonzentrationen von Neopterin und löslichem Interleukin 2 Rezeptor als Marker der TH1-Population, löslichem CD23 als Marker der TH2 Population und CD4+ T-Lymphozyten.


Überprüft wurde die Frage, ob ein Anstieg der TH2 Marker von einem gegensinnigen Verhalten der TH1 Marker begleitet wird und umgekehrt und somit der TH1/TH2-Switch mittels Serumparametern zu detektieren ist. Weiterhin wurde der Frage nachgegangen, ob dieser Switch in Zusammenhang mit der Konzentration der CD4+ T-Lymphozyten steht.


Die Untersuchung erbrachte folgende Ergebnisse:


Statistisch signifikant war eine negative Korrelation zwischen sCD23 (TH2) und sIL2R und Neopterin (TH1) zwischen den Zeitpunkten 2 und 3.
Dies entspricht der Erwartung gegensinniger Verläufe der TH1- und TH2-Marker und kann somit als Indiz für das Stattfinden und die Nachweisbarkeit im Serum des TH1/TH2-Switch angesehen werden.

Ebenfalls statistisch signifikant ist die negative Korrelation zwischen der Konzentration der T-Helferzellen und sIL2R (TH1). Somit ist ein Absinken der T-Helferzellen vergesellschaftet mit einem Anstieg des TH1-Markers sIL2R.
Kurzfassung auf Englisch: T-helpercells can be divided into two distinct groups, TH1 and TH2, by analysation of the different patterns of cytokines produced by those groups. In HIV-infection a shift from dominant TH1 to more TH2-type was proofed by using lymphocyte cultures and was considered to be a critical step in the progression to AIDS . We tried to proof this shift by using serum. Therefore, the serum of 13 Patients infected by HIV was analyzed every six months for three times. The serum levels of Neopterin and solubile Interleukin-2-Receptor (sIL2R), considered to be markers of TH1-type and solubile CD23 (sCD23), considered to be a marker of TH2-type were analyzed. We tried to find out, if increasing levels of TH1 markers were associated with the decrease of TH2 marker and vice versa and if increase or decrease of those markers were associated with increasing or decreasing T-helpercellcounts.


Significant results:


We found out, that there is a statistically significant negative correlation between sCD23 (TH2) and sIL2R and Neopterin (TH1) between second and third blood sample. This can be considered to be a proof for the detectability of TH1/TH2-Shift in the blood of HIV infected patients.
There is as well a statistically significant negative correlation between sIL2R (TH1) and T-helpercellcount.