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URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2006/2681/


Stellenwert der Knochendichtemessverfahren Dual X-ray-Absorptiometrie (DXA) und quantitativer Ultraschall (QUS) bei entzündlich-rheumatischen Krankheitsbildern

Hermann, Walter Helmut


Originalveröffentlichung: (2005) Wettenberg : VVB Laufersweiler 2005
pdf-Format: Dokument 1.pdf (9.613 KB)

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Kerckhoff-Klinik, Abt. für Rheumatologie, Klin. Immunologie, Osteologie, Physik. Medizin; Lehrstuhl für Innere Medizin/ Rheumatologie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 3-89687-099-8
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 21.11.2005
Erstellungsjahr: 2005
Publikationsdatum: 23.01.2006
Kurzfassung auf Deutsch: Die Osteoporose stellt eine häufige zusätzliche Erkrankung im Rahmen entzündlichrheumatischer Erkrankungen dar. Eine frühzeitige Diagnose und Einleitung einer adäquaten Therapie kann helfen, schwerwiegende Komplikation wie z.Bsp. periphere oder axiale Frakturen zu vermeiden.


Eine in den letzten Jahren mit zunehmender Häufigkeit eingesetzte Methode zur Diagnostik der Osteoporose stellt die quantitative Ultraschallmessung am Calcaneus dar. Einige Studien beschäftigen sich mit dem Vergleich QUS zum bisherigen 'Goldstandard' DXA bei Patientinnen mit einer postmenopausalen Osteoporose.


Bei Patienten mit entzündlichrheumatischen Erkrankungen existieren hierzu noch relativ wenig Daten. Das Ziel dieser Studie war einerseits ein Vergleich zwischen beiden Messmethoden unabhängig von der jeweiligen Grunderkrankung, andererseits der Vergleich beider Methoden bei einem Kollektiv von Patienten, die an einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung leiden.


Bei dem allgemeinen Vergleich zwischen beiden Methoden waren sowohl die Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen als auch eine Kontrollgruppe mit eingeschlossen. Es zeigte sich eine geringere Sensitivität und Spezifität der QUS-Messung im Vergleich zu den DXA-Ergebnissen, so dass anhand der in dieser Studie erhobenen Datenlage diese Messmethode als generelles Instrument zum 'Osteoporosescreening' bei entzündlichrheumatischen Erkrankungen, im Vergleich zur postmenopausalen Osteoporose, nicht empfohlen werden kann. Im Hinblick auf die Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen zeigten sich bei zwei Untergruppen signifikante Unterschiede zwischen den Messmethoden, die sich jedoch wahrscheinlich auf relativ geringe Fallzahlen in den einzelnen Untergruppen zurückführen lassen.
Kurzfassung auf Englisch: Osteoporosis is a frequent accompanying problem in the scope of inflammatory rheumatoid
diseases. Early diagnosis and initiation of an adequate therapy can help avoid severe follow
up complications such as peripheral or axial fractures.


In the recent past, the quantitative sonographic assay of the calcaneus has become the
increasingly preferred method of diagnosis of osteoporosis. Several studies deal with the
comparison of QUS to the established 'Gold Standard' DXA in patients with post-menopause
osteoporosis. The extent of available data concerning patients with inflammatory rheumatoid
disease however is relatively scarce.


The aim of this study was to compare the two existing methods independent of an underlying
medical problem in the patient on the one hand, and within a pool of patients suffering under
inflammatory rheumatoid disease on the other. The first comparison encompassed patients with inflammatory rheumatoid disease as well as a
non diseased control group.


A lower sensitivity as well as specificity became evident in QUS analysis as compared to the
DXA results. Thus, arising from the compiled data, the QUS method can not be recommended
as a general osteoporosis screening assay differentiating between inflammatory rheumatoid
disease and post menopause osteoporosis.


In regard to patients with inflammatory rheumatoid diseases, two subordinate groups
displayed significant differences between the two assay methods. These differences are most
likely due to low numbers of observed specific cases in these two subordinate groups.