Giessener Elektronische Bibliothek

GEB - Giessener Elektronische Bibliothek

Hinweis zum Urheberrecht

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2005/2526/


Nanofußbälle im Synchrotronstrahl : Internationale Forschergruppe um Gießener Atomphysiker versetzt Elektronen in C60-Molekülen in exotische kollektive Schwingungen

Müller, Alfred ; Schippers, Stefan ; Phaneuf, Ronald


pdf-Format: Dokument 1.pdf (1.969 KB)

Bookmark bei Connotea Bookmark bei del.icio.us
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Atom- und Molekülphysik
Fachgebiet: Physik
DDC-Sachgruppe: Physik
Dokumentart: Aufsatz
Zeitschrift, Serie: Spiegel der Forschung 22 (2005) Nr. 1/2 ; S. 34-36
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2005
Publikationsdatum: 05.12.2005
Kurzfassung auf Deutsch: Reiner Kohlenstoff kommt in der Natur in zwei Modifikationen vor: als Graphit
und als Diamant. Dies ist schon lange bekannt. Mitte der 80-er Jahre
entdeckten die amerikanischen und britischen Wissenschaftler Robert F.
Curl Jr., Sir Harold W. Kroto und Richard E. Smalley eine weitere Form des
reinen Kohlenstoffs, in der 60 Kohlenstoffatome zu einem nahezu kugelförmigen
Molekül in Form eines Fußballs mit einem Durchmesser von nur
0,7 Nanometern (0,000 000 7 mm) zusammengeschlossen sind. Für die
Entdeckung des C60-Moleküls erhielten Curl, Kroto und Smalley 1996 den
Nobelpreis für Chemie. Seither sind viele Eigenschaften des auch als „Buckminster-
Fulleren“ oder salopp als „Bucky-Ball“ bezeichneten C60-Moleküls
und verwandter Fullerene eingehend untersucht worden. Im C60-Molekül
wurde jetzt von einer internationalen Forschergruppe um Prof. Dr. Alfred
Müller und Priv.-Doz. Dr. Stefan Schippers vom Institut für Atom- und Molekülphysik
(IAMP) der Justus-Liebig-Universität erstmalig eine weitere kollektive
Schwingungsmode experimentell nachgewiesen. Dabei handelt es
sich um ein so genanntes Volumenplasmon, das sich mit ultraviolettem
Licht einer Energie von ca. 40 eV anregen lässt und bei dem die Ladungswolke
aus den 240 C60-Valenzelektronen abwechselnd gestaucht und gestreckt
wird.