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URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2005/2505/


Physiologische Reaktionen auf Aggressionsinduktion und serotonerge Stimulation in Relation zur Psychotizismusneigung

Physiological reactions to aggression induction and serotonergic stimulation related to psychoticism scores

Felger, Kristina


pdf-Format: Dokument 1.pdf (4.336 KB)

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Freie Schlagwörter (Deutsch): aggression , serotonin , psychotizismus
Freie Schlagwörter (Englisch): aggression , serotonin , psychoticism
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Abteilung für differentielle Psychologie und Diagnostik
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 27.07.2005
Erstellungsjahr: 2005
Publikationsdatum: 01.12.2005
Kurzfassung auf Deutsch: Es wurden psychische únd physische Reaktionen auf Aggressionsinduktion und serotonerge Stimulation durch einen Serotonin(-5HT1a)-Agonisten (Ipsapiron)an Gesunden untersucht, die nach hoher und niedriger Psychotizismusneigung unterteilt wurden. In einer randomisierten Doppelblindstudie wurden 40 Männer in Gruppen mit und ohne Aggressionsinduktion und mit serotonerger Stimulation und Placebogabe eingeteilt, post hoc erfolgte die Unterteilung in hoch- und niedrig-P-Gruppen nach den EPQ-R-Fragebogen. Als abhängige Variable wurden psychologische Befindlichkeitsmaße und ein Verhaltensmaß sowie Herzfrequenz und Elektordermale Aktivität (EDA) ermittelt. Die Aggressionsindukton erfolgte in einer Variante des Spieles Master-Mind und wurde durch eine Wettkampfsituation mit Hilfe eines Konföderierten des Versuchleiters über verbale Provokation und Lärmstöße erzeugt, die in Lautstärke und Intensität im Verlauf des Spiels zunahmen. Der Proband erhielt eine vorher in Aussicht gestellte Gewinnprämie nicht, da er planmäßig nicht gewinnen konnte. Die statistische Auswertung erfolgte über mehrfaktorielle Kovarianzanalysen mit Messwiederholungen.
Die psychischen Reaktionen zeigten, daß die Aggressioninduktion erfolgreich war. Aggressionsinduktion führte zu einem Anstieg der Herzfrequenz, nicht jedoch zu einer Veränderung der EDA. Die erwartete aggressionsmildernde Wirkung der serotonergen Stimulation konnte bei den psychischen Reaktionen nachgewiesen werden, beeinflussten die physiologischen Reaktionen aber nicht signifikant. Die Unterschiede zwischen den hoch- und niedrig-P-Probanden zeigten sich uneinheitlich. Der Grund hierfür scheint unterschiedliches Ansprechen auf die verschiedenen Komponenten der Aggressionsinduktion (Provokation und Lärmstösse) zu sein. Insgesamt fällt die Raktion auf die serotonerge Stimulation in der hoch-P-Gruppe schwächer aus. Hierbei muss jedoch berücksichtigt werden, dass aus technischen Gründen die Aufzeichnung der physiologischen Parameter erst 35 Minuten nach Medikamenteneinnahme erfolgen konnte und daher möglicherweise bereits eingetretene frühere Wirkungen nicht ausreichend berücksichtigt wurden.
Kurzfassung auf Englisch: This study is ivestingating the psychological and physiological reactions of healthy volunteers to aggression induction and to serotonergic stimulation with an serotonin (5HT1a) agonist (Isapirone) an high and low psychoticism ranges. A group of 40 male participants was allocated randomly ta a double-blind study into groups with and without aggression induction, and with serotonergic stimulation and placebo, and were divided posthoc according to their above and below median psychoticism scores measured by EPQ-R. The dependent variables were the emotional state measured by two questionnaires and a behavioural measure and the reactions of heart rate and electrodermal activity. Aggresion was induced by a competetively modified Master Mind game and with the help of the researchers assistant (confederate), who provoked verbaly and then applied noise over headphones to the participants. The noise was getting lauder and longer during the game. The participant was not able to win the expected prize money because winning for him was impossible. The statistical evaluation was computed with analyses of covariance for repeated measures.
The method to induce aggression used in the present study was successful. This was confirmed in the emotional reactions of the participants. It caused an increase of heart rate but did not alter the electrodermal reaction. The serotonergic stimulatin had an anti aggressive effect on the psychological reactions but no influence on the physiology. The reactions of high- and low-P subjects to the induction of aggression differed according to the different compounds used (direct provocation by the research assistant and provocating noise during the game). In general the reaction to serotonergic stimulation was lower in the high-P subjects. In this point it is necessary to consider thath the physiological measurement could only begin 35 minutes after the medication was applied and a possible early effect on the physiological parameters was not measured.