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Remigration von „Gastarbeitern“ in ihre Herkunftsländer : Eine Verlaufsdatenanalyse mit dem Sozio-ökonomischen Panel

Re-Migration of Labour Migrants living in Germany : A longitudinal Analysis using the German Socio-Economic Panel

Möser, Thilo


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Dokument 1: Diplomarbeit; Dokument 2: Anhang


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-25024
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2005/2502/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Rückwanderung , Arbeitsmigranten , Migration , Integration , Ereignisanalyse
Freie Schlagwörter (Englisch): Return migration , immigrant assimilation , integration , event history , panel analysis
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Politikwissenschaft
Fachgebiet: Politikwissenschaft
DDC-Sachgruppe: Politik
Dokumentart: Diplomarbeit, Magisterarbeit
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2005
Publikationsdatum: 16.12.2005
Kurzfassung auf Deutsch: Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rückkehr von Arbeitsmigranten aus
Deutschland in ihre europäischen und nicht-europäischen Herkunftsländer.
Ausgehend von der Theorie des rationalen Handelns werden Gründe untersucht, die zu Rückkehrentscheidungen führen können. Diese möglichen Gründe werden anhand der Ausländer-Stichprobe des Sozio-ökonomischen Panels überprüft. Die Verlaufsdatenanalyse erstreckt sich über den Zeitraum von 1984 bis 2002.
Es zeigen sich erhebliche Unterschiede beim Rückwanderungsverhalten zwischen den fünf Haupt-Ausländerpopulationen in Deutschland. Politische Maßnahmen zur Förderung der Rückkehr zeigen nur eine selektive und kurzfristige Wirkung. Neben ökonomischen Faktoren spielt auch das Soziale Kapital eine wichtige Rolle bei der Entscheidung zur Remigration. Besonders Personen, die über ein niedriges Einkommen verfügen und deren Ehepartner im Herkunftsland verweilen, haben ein enorm hohes Risiko zurückzuwandern.
Viele europäische Arbeitsmigranten kehren im Alter von über 60 Jahren in ihr Herkunftsland zurück. Die Analysen lassen vermuten, dass noch ein weiterer beträchtlicher Anteil europäischer Arbeitsmigranten mit Erreichen des Rentenalters remigrieren wird.
Kurzfassung auf Englisch: This work examines the process of re-migration of labour migrants living in Germany. Arguments are based on longitudinal analysis of the German Socio-Economic Panel’s foreigner sample, covering the period between 1984 and 2002.
The results indicate that emigrants are negatively selected with respect to income and social capital. There seems to be no selectivity with respect to human capital or gender. A surprising finding is the close
relationship between the intention to re-migrate and actual re-migration behaviour. The results show large differences between the 5 main foreigner populations living in Germany regarding the process of re-migration. Official policies to advance remigration show only a selective and short termed effect.
A respectable proportion of European labour migrants re-migrate at the age of 60 or older, especially if they are receiving pension. The analysis forecasts that more European work migrants reaching retiring age will follow.