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Veränderungen in der elektrischen Hirnaktivität beim Wahrnehmungslernen

Changes in electrical brain activity with perceptual learning

Nitsch, Judith


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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Physiologisches Institut
Fachgebiet: Psychologie
DDC-Sachgruppe: Psychologie
Dokumentart: Semesterarbeit, Studienarbeit
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2005
Publikationsdatum: 25.11.2005
Kurzfassung auf Deutsch: Wahrnehmungslernen ist eine Form des impliziten Lernens und zeigt sich meist in veränderten Wahrnehmungsschwellen oder Veränderungen in der elektrischen Hirnaktivität die durch Training hervorgerufen werden. Wahrnehmungslernen ist stimulusspezifisch, dass heißt, wenn jemand eine Aufgabe mit einem bestimmten Reiz trainiert, so zeigen sich Veränderungen durch das Training auch nur in Bezug auf diesen Reiz und nicht in Bezug auf ähnliche Reize.

Mit der vorliegenden Untersuchung sollte dieses Phänomen der Stimulusspezifität beim Wahrnehmungslernen näher untersucht werden. Weiterhin sollten als eine Erweiterung der Untersuchung von Shoji und Skrandies (2005) die Veränderungen in der elektrischen Hirnaktivität durch Wahrnehmungslernen geprüft werden. Die Versuchspersonen in der vorliegenden Untersuchung lösten eine Wahrnehmungsaufgabe. Als Reize dienten zwei Arten von Nonien, die sich in ihrer Exzentrizität von einem Fixationspunkt unterschieden. Die Personen trainierten mit nur einer Art der Nonien. Mit der anderen Art von Nonien wurde überprüft, ob sich der Lerneffekt auf diese ähnlichen Reize überträgt.

Es konnte festgestellt werden, dass die Versuchspersonen ihre Leistungen in der Wahrnehmungsaufgabe nach einigen Wiederholungen verbesserten, sich dieser Lerneffekt aber nicht auf ähnliche Reize übertrug.
Es konnte in der elektrischen Hirnaktivität eine Zunahme der Global Field Power für den Trainingsreiz festgestellt werden und für den Kontrollreiz eine Abnahme. Die Befunde sind in der vorliegenden Untersuchung nicht so deutlich wie sie es bei Shoji und Skrandies (2005) sind, entsprechen diesen aber insgesamt.

Topographische Veränderungen in der elektrischen Hirnaktivität durch das Training konnten zwar gefunden werden, jedoch sind sie kaum mit den Befunden von Shoji und Skrandies (2005) vergleichbar.