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URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2005/2487/


Effekt verschieden konzentrierter Aminfluoridgele auf die Remineralisation von Zahnschmelz in situ

Effect of amine fluoride dental gels at various concentrations on remineralistion of dental enamel in situ

Rudolph, Alexandra


pdf-Format: Dokument 1.pdf (587 KB)

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Fluorid , Remineralisation , Mikroradiographie , in situ
Freie Schlagwörter (Englisch): fluoride , remineralisation , microradiography , in situ
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
Fachgebiet: Zahnmedizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 19.09.2005
Erstellungsjahr: 2005
Publikationsdatum: 21.11.2005
Kurzfassung auf Deutsch: In der vorliegenden randomisierten, Placebo- kontrollierten Doppelblindstudie wurde die Remineralisation initialer Schmelzläsionen nach Anwendung fluoridierter Zahnpaste und unterschiedlich hoch konzentrierter Fluoridgele in situ untersucht. Hierfür wurden aus 45 humanen dritten Molaren dünne Schmelzschnitte hergestellt und in Polyesterfolie gebettet. Alle Probenkörper wurden über einen Zeitraum von 40 Stunden in vitro demineralisiert und nach mikroradiographischer Auswertung in Halteapparaturen montiert. Im Rahmen der Untersuchungen trugen sechzehn Probanden über einen Zeitraum von drei mal drei Wochen die Halteapparaturen intraoral mit jeweils vier Probenkörpern bestückt. Die lokale Applikation von Fluorid erfolgte über die tägliche Zahnreinigung mit einer aminfluoridhaltigen Zahnpaste (0,125% F-). Zusätzlich wurde jeweils einmal wöchentlich entweder ein niedrig dosiertes Aminfluoridgel (0,4% F-), ein hoch dosiertes Aminfluoridgel (1,25% F-) oder ein Placebogel appliziert. Nach Abschluss der Untersuchung wurden die Probenkörper erneut mikroradiographisch analysiert und anhand der Parameter Mineralisationsrate und Läsionstiefe mit den Ausgangswerten verglichen. Die Ergebnisse wurden statistisch ausgewertet. Dabei wurden die Gruppen Fluoridgel (hochkonzentriert) zu Placebogel, Fluoridgel (niedrigkonzentriert) zu Placebogel und vor allem Fluoridgel (hochkonzentriert) zu Fluoridgel (niedrigkonzentriert) verglichen.

Alle Proben wiesen in Vergleich zum Ausgangswert eine hohe Remineralisationsrate von durchschnittlich 50% auf. Die Reduktion der Läsiontiefe betrug durchgehend 10%. Es konnten innerhalb der Ergebnisse jedoch keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen festgestellt werden. Weder der Konzentrationsunterschied der beiden Fluoridgele zueinander noch zu der Placebogruppe ließ statistisch signifikante Tendenzen erkennen. Auffällige individuelle Unterschiede innerhalb der Probanden wirkten sich nicht auf das Gesamtergebnis aus.

Die Ergebnisse der Studie wiesen nach, dass unter den kontrollierten Bedingungen dieser in situ Untersuchung die regelmäßige Anwendung fluoridierter Zahnpasten initiale Karies in gleichem Maße remineralisierte wie die zusätzliche Anwendung hochkonzentrierter Fluoridgele. Es erscheint jedoch sinnvoll, die zusätzliche kariesprotektive Wirkung hochkonzentrierter Fluoridgele individuell und in besonderen Risikogruppen mit hoher Kariesaktivität zu untersuchen.
Kurzfassung auf Englisch: This trial was a double-blind, randomised, cross-over, placebo-controlled in situ remineralisation study. The aim of this in situ study was to determine the remineralising effect of amine fluoride dental gels at various concentration on in vitro demineralised dental enamel. The application of the dental gels was once weekly in addition to basic fluoridation with twice daily toothpaste application.

Therefore 45 human third molars were cut into transverse sections and each was fixed between two polyester films. Then the specimens were demineralised in vitro for 40 hours. After the extent of demineralisation was monitored by means of microradiography, the enamel specimens were incorporated in oral appliances. These appliances have been worn by sixteen volunteers during the treatment phases of 3x3 weeks.

At the beginning of each phase four specimens were mounted into each appliance. During the treatment sequences the volunteers brushed their teeth with the incorporated appliances twice a day with an amine fluoridated toothpaste. In addition once weekly there was applied a high fluoridated dental gel or a low fluoridated dental gel or a placebo gel. After termination of each treatment phase the samples were removed from the appliances and were immediately analysed by using transversal microradiography. The results of the analysis of mineral content and the lesion depth of each specimen were compared to the results determined at the beginning of each treatment phase.

After the experimental periods, a significant remineralisation was found in all groups. All specimens remineralised in a range of approximately 50%. The mean lesion depth decreased by 10%. These results were comparable to all groups, so that no significant differences were found between the groups. Even remarkable individual differences between the volunteers had no influences on the total result. The overall conclusion of this in situ study proves the high remineralisation effect of regularly used fluoridated toothpaste on initial caries. Even the additional application of fluoridated gels could not increase the remineralising effect in this in situ study. Nevertheless a further investigation of the caries protective effect of high fluoridated dental gels seems to be useful, especially in groups of high caries activity.