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Optimierung der Energie- und Eiweißversorgung von Milchkühen im ökologischen Landbau am Beispiel des Lehr- und Versuchsbetriebes Gladbacherhof

Sommer, Hendrik


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-23573
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2005/2357/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Milchproduktion , ökologischer Landbau , Fütterung , Tierproduktion
Freie Schlagwörter (Englisch): Dairy production , organic farming , animal feeding
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Tierernährung und Ernährungsphysiologie; Professur für organischen Landbau
Fachgebiet: Agrarwissenschaften und Umweltmanagement
DDC-Sachgruppe: Landwirtschaft
Dokumentart: Diplomarbeit, Magisterarbeit
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2003
Publikationsdatum: 28.10.2005
Kurzfassung auf Deutsch: Eine bedarfsgerechte Versorgung mit Energie und Rohprotein ist auch für Milchkühe in organisch-biologisch wirtschaftenden Systemen sicherzustellen. Es sollte die Frage beantwortet werden, ob die bedarfsgerechte Versorgung bei der Milchviehherde des Lehr- und Versuchsbetriebes für organischen Landbau der Universität Gießen, 'Gladbacherhof' in Villmar/Aumenau realisiert wird. Dazu wurden fünf Futterrationen erstellt, aus denen die Milcherzeugungswerte für Energie und nutzbares Rohprotein berechnet worden sind. Die Milcherzeugungswerte wurden mit den Leistungskontrollen des HVL verglichen. Aus den Leistungsdaten der Kontrollen wurde eine durchschnittslaktationskurve berechnet. Außerdem wurde die Futteraufnahme der Tiere geschätzt. Dazu wurden die Tiere gewogen. Um die Korrelation zwischen Lebendmasse und Brustumfang zu berechnen, wurde der Brustumfang der Tiere ebenfalls gemessen. Die Harnstoffkontrollen des HVL wurden
ausgewertet und mit der RNB der Futterration sowie dem Eiweißgehalt der Milch verglichen. Es wurde eine Überversorgung der Milchviehherde mit Energie und Nährstoffen festgestellt. Es wurde mehr Futter vorgelegt, als die Tiere aufnehmen konnten. Es konnte eine durchschnittlich niedrige Harnstoffkonzentration in der Milch festgestellt werden, wobei die Konzentration punktuell unter 150 mg/kg Milch abgesunken war. Für diese Zeiträume war die RNB der Futterrationen negativ.

Allerdings hatte dies keine Auswirkungen auf den Eiweißgehalt der Milch.
Es wird geschlussfolgert, dass bei einer Optimierung des Fütterungsregimes die durchschnittliche Herdenleistung auf über 8000 kg Milch gesteigert werden kann. Ferner wird zusammenfassend erkannt, dass Milchkühe Harnstoff sehr effizient als Stickstoffquelle nutzen können, wodurch bei einem Stickstoffmangel in der Ration der Eiweißgehalt der Milch konstant gehalten werden kann.