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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-23429
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2005/2342/


Die Bedeutung geschmacklicher Präferenzen im Rahmen der Produktbeurteilung und -auswahl : Dargestellt am Beispiel von Rotwein in Deutschland

Hübinger, Tina


Originalveröffentlichung: (2005) Geisenheim : Forschungsanstalt Geisenheim, Institut für Betriebswirtschaft und Technik, Fachgebiet Betriebswirtschaft und Marktforschung 2005 (Geisenheimer Berichte. Bd. 56)
pdf-Format: Dokument 1.pdf (1.087 KB)

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Präferenzen , Qualität
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Agrarpolitik und Marktforschung
Fachgebiet: Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement fachübergreifend
DDC-Sachgruppe: Haushaltswissenschaften
Dokumentart: Dissertation
ISBN / ISSN: 3-934742-17-3
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 29.04.2005
Erstellungsjahr: 2005
Publikationsdatum: 24.08.2005
Kurzfassung auf Deutsch: Der Strukturwandel in der Nachfrage von Weiß- zu Rotwein in Deutschland wirft die Frage nach der Ursache für diesen Wandel auf. Deutsche Rotweine konnten sich in dieser Markt-veränderung auf überdurchschnittlichem Preisniveau – entgegen aller Experteneinschätzun-gen – gut behaupten.

Hieraus leitet sich die Zielsetzung der vorliegenden Arbeit ab, die Bedeutung von Präferenzen und die Beziehungen zwischen speziellen Geschmackspräferenzen bei Rotwein, der Preisbeurteilung und der Kaufbereitschaft zu untersuchen.

Im Rahmen der empirischen Analyse wurden spezifische Produkteigenschaften definiert, markante Produktprofile entwickelt und deren Bedeutung für die Konsumenten quantifiziert.

Auf der Basis einer Literaturauswertung zu nachfragetheoretischen Ansätzen, der Definition von 'Qualität', 'Präferenzen' und 'Marktsegmentierung' wurden die Arbeitshypothesen abgeleitet. Zu deren quantitativer Überprüfung auf der Grundlage einer Befragung von 1100 Konsumenten wurden sieben unterschiedliche Rotweinstile als Messinstrumente eingesetzt.

Mithilfe der regressionsanalytischen Auswertungen konnte gezeigt werden, dass Preise und Präferenzen in verschiedenen Verbrauchersegmenten in unterschiedlichen Wechselbezie-hungen zueinander stehen. Ein Beispiel ist der Vergleich der von Verbrauchersegmenten der Negativ- und Positiv-Bewerter der einzelnen Rotweinstile, aus dem deutlich wurde, dass der Preis dann an Bedeutung gewinnt, wenn der geschmackliche Eindruck den Vorstellungen den Konsumenten entspricht. Dieses Ergebnis ist um so bedeutender, als sich in den weiteren Analysen zeigte, dass die Testpersonen durchaus in der Lage waren, die von ihnen präferierten Geschmacksrichtungen auch aus den verkosteten Weinen herauszufinden. Für die positiven Bewertungen von Rotweinen besitzen die Eigenschaften Süße, Aroma und Fülle die größte Bedeutung, wobei hinsichtlich der Süße zwei deutlich divergierende Bewertungen festgestellt werden konnten.