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Armutswirkungen beim Übergang zur Marktwirtschaft : Das vietnamesische "Doi Moi" Reformprogramm

Wilhelm, Rainer ; Hemmer, Hans-Rimbert


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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Professur für Volkswirtschaftslehre und Entwicklungsländerforschung
Fachgebiet: Wirtschaftswissenschaften
DDC-Sachgruppe: Wirtschaft (VWL)
Dokumentart: ResearchPaper (Forschungsbericht, Arbeitspapier)
Zeitschrift, Serie: Entwicklungsökonomische Diskussionsbeiträge (Erscheinen eingestellt) ; 25 / 1998
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 1998
Publikationsdatum: 23.08.2005
Kurzfassung auf Deutsch: Vietnam gehört zu den ärmsten Ländern der Erde. Nach Angaben des Weltentwicklungsberichts
1997 betrug das Pro-Kopf-Einkommen des Landes im Jahre 1995 nur etwa 240 US-Dollar
(US-$).1 Der prozentuale Anteil der von Armut betroffenen Menschen wird unterschiedlichen
Untersuchungen zufolge zur Zeit mit ca. 30 % bis über 50 % angegeben - Werte, die im internationalen
Vergleich als sehr hoch einzustufen sind.

Im Jahre 1986, also noch vor Beginn der russischen 'Perestroika', hat das Land ein wirtschaftspolitisches
Reformprogramm namens Doi Moi (Erneuerung)2 begonnen, dessen Ziel es
ist, das bis dato am Prinzip der Zentralverwaltung ausgerichtete Wirtschaftssystem in eine
marktorientierte Wirtschaftsordnung zu transformieren. In Vietnam setzte dies die radikale Abkehr
von der sozialistischen Kommandowirtschaft und die Einführung dezentraler Allokationsmechanismen
voraus.

Die bisher erreichten Resultate sind vielversprechend: Die Wirtschaft wächst seit Jahren mit
nahezu zweistelligen Raten, die gesamtwirtschaftliche Preissteigerungsrate konnte auf niedrigem
Niveau stabilisiert werden, der Außenhandel expandiert, und die ausländischen Direktinvestitionen
in Vietnam haben deutlich zugenommen.