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URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2005/2308/


Konstruktion und Überprüfung eines Bewertungskonzeptes zur Evaluierung der Anwenderzufriedenheit von Patienten-Daten-Management-Systemen

Langer, Claudia


pdf-Format: Dokument 1.pdf (2.435 KB)

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Patienten-Daten-Managementsysteme , PDMS , Anwenderzufriedenheit , Fragebogenentwicklung
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Zentrum für Chirurgie, Anaesthesiologie und Urologie, Abt. Anaesthesiologie, Intensivmedizin, Schmerztherapie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 19.07.2005
Erstellungsjahr: 2005
Publikationsdatum: 11.08.2005
Kurzfassung auf Deutsch: In der vorliegenden Arbeit wurde ein Fragebogen entwickelt, der die Anwenderzufriedenheit von Ärzten und Pflegepersonal mit ihrem Patienten-Daten-Management-System ermittelt. Da sich die Testentwicklung besonders im sozialwissenschaftlichen Bereich etabliert hat, wurden die Grundlagen für die Testkonstruktion aus diesem Bereich angewandt. Zur Überprüfung der Testkonstruktion wurde der Fragebogen dem Personal von 4 verschiedenen Kliniken vorgelegt. Ausgewählt wurden operative Intensivstationen mit mindestens 15 PDMS-Arbeitsplätzen von differenten Herstellern. Die Testergebnisse wurden einer Analyse hinsichtlich der Hauptgütekriterien: Objektivität, Reliabilität und Validität unterzogen.
Mittels Faktorenanalyse konnten die sechs wichtigsten Dimensionen

• Dokumentation von Pflege, Diagnosen, und Untersuchungsbefunden

• Persönliche Einstellung zum PDMS

• Dokumentation von Vitalwerten, Beatmungswerten, Medikamenten und Bilanzierungen

• Erlernbarkeit und tägliche Arbeit mit dem PDMS

• Computerarbeitsplatz

• Dokumentation von Patientenstammdaten und Übersichtsanzeigen
zur Erfassung der Anwenderzufriedenheit kondensiert werden. Anschließend wurden die Items hinsichtlich ihrer Brauchbarkeit überprüft.

Der Fragebogen wurde bezüglich dieser Erkenntnisse revidiert und erneut einer kleinen Population von Anwendern vorgelegt. Nochmals wurden die Items eingehend anhand der Gütekriterien überprüft, um ein möglichst objektives Instrument zur Messung der Anwenderzufriedenheit zu erzielen.

Die Auswertung des Fragebogens zeigte, dass die Erwartungen an ein PDMS insgesamt nur zum Teil erfüllt wurden, obwohl die Grundeinstellung zur computergesteuerten medizinischen Dokumentation eher positiv bewertet wurde. Im Klinikvergleich konnten große Differenzen in Hinsicht auf Zufriedenheit aufgedeckt werden, die im engen Bezug zur Zeitdauer standen, in der das PDMS eingeführt wurde. Besonders die PC-Anfänger bewerteten ihr Computersystem positiv in Bezug auf Aufwendigkeit und Erlernbarkeit. Im Vergleich beider Geschlechter konnten keine großen Differenzen aufgezeigt werden.

Insgesamt konnte in dieser Arbeit die Entwicklung eines Fragebogens aufgezeigt werden, der mittels Überprüfung und Standardisierung ein brauchbares Messinstrument zur Messung der Anwenderzufriedenheit darstellt. Allerdings sollte ausdrücklich erwähnt werden, dass ein bestehendes Bewertungskonzept einer ständigen Überprüfung und Revision bedarf.
Kurzfassung auf Englisch: In this paper, a questionnaire was developed which measures the user-satisfaction of Patient Data Management Systems for doctors and care personnel. Due to the fact that test development is especially well-established in the field of social sciences, the basis for the test construction was derived from this field. To check the test construction, the questionnaire was presented to the personnel in 4 different clinics. Operative intensive care units with at least 15 PDMS working places from different manufacturers were selected. The test results were subjected to an analysis of primary qualities: Objectivity, Reliability and Validity.
By means of factor analysis, the six most important dimensions

• Documentation of care, diagnoses and examination findings

• Personal attitude toward PDMS

• Documentation of vital signs, respiratory values, medication and balancings

• Ease of learning and daily work with the PDMS

• Computer working place

• Documentation of patient master data and general displays
were compiled to record user-satisfaction. The items were then checked for usefulness.

The questionnaire was revised as a result of this knowledge and again presented to a small population. Again the items were checked intensively using the quality criteria to attain the most objective instrument possible for determining user-satisfaction.

The evaluation of the questionnaire proved that the expectations of a PDMS were only partially met, although the basic attitude toward computer-aided medical documentation tends to be more positively assessed. In the comparison of clinics, major differences in the satisfaction could be found; these were closely associated with the period of time in which the PDMS was introduced. Especially PC beginners assessed their computer system positively with respect to effort and ease of learning. No major difference could be found in a comparison of the two sexes.

In general, this paper shows the development of a questionnaire which, as a result of checking and standardization, serves as a usable instrument for measuring the user-satisfaction. It should, however, be emphasized that an existing evaluation concept requires constant checking and revision.