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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-21462
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2005/2146/


Modulation der Histaminfreisetzung aus Schweinehaut, humaner Haut sowie humanen Bronchien

Hoelper, Björn


Originalveröffentlichung: (2005) Wettenberg : VVB Laufersweiler 2005
pdf-Format: Dokument 1.pdf (1.648 KB)

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Veterinär-Physiologie
Fachgebiet: Veterinärmedizin
DDC-Sachgruppe: Landwirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 3-89687-443-8
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 25.10.2004
Erstellungsjahr: 2005
Publikationsdatum: 06.05.2005
Kurzfassung auf Deutsch: Aus Mastzellen isolierter Haut von Schweinen lässt sich, mittels einer bereits etablierten Methode zur Messung des freigesetzten Histamins aus Bindegewebsmastzellen im Zellverband (Reinheimer et al., 1997), eine über 60 Minuten konstante Histaminfreisetzung von durchschnittlich 175 + 11 pmol/g pro 5 Minuten messen. Diese Freisetzung ist weder durch den Mastzelldegranulator Compound 48/80 in den Konzentrationen 0.055, 0.164 sowie 0.3 mM oder das Kalziumionophor A23187 in der Konzentration 10 µM noch durch den Oxytocinantagonisten FE 200440 in den Konzentrationen 0.03, 0.3 sowie 3 mM beeinflussbar.


Humane Mastzellen vom Bindegewebstyp können durch den Oxytocinantagonisten FE 200440 (Ferring Pharmazeutika, Kopenhagen) konzentrationsabhängig stimuliert werden. Die Konzentration von 0.03 mM FE 200440 hat keinen Effekt auf die Histaminfreisetzung, 0.3 mM bewirkt einen marginalen aber nicht signifikanten Anstieg, 3 mM FE 200440 verursacht eine deutliche und anhaltende Steigerung der Histaminmenge auf 224% der basalen Freisetzung.


Der Oxytocinantagonist FE 200440 ist ebenfalls in der Lage, mukosale Mastzellen humaner Bronchien konzentrationsabhängig zu stimulieren. Die Konzentrationen 0.03 und 0.3 mM haben keinen Einfluss auf die Histaminfreisetzung, 3 mM führt zu einem unmittelbaren aber transienten Anstieg der Histaminmenge auf 162% der basalen Freisetzung. Mukosale Mastzellen humaner Bronchien unterliegen unter anderem der Kontrolle inhibitorischer Muskarinrezeptoren. Die Funktion inhibitorischer Muskarinrezeptoren kann unter inflammatorischen Bedingungen beeinträchtigt sein (Coulson und Fryer, 2003). Es bestehen deutliche Unterschiede in der Histaminfreisetzung aus mukosalen Mastzellen humaner Bronchien bei Patienten mit oder ohne COPD. Oxotremorin und Acetylcholinvermögen die stimulierte Histaminfreisetzung mit A23187 der Konzentration 10 µM aus gesunden Bronchien zu hemmen. Dieser inhibitorische Effekt ist bei Bronchien von COPDPatienten deutlich abgeschwächt. Die hemmende Wirkung von Oxotremorin in der Konzentration von 1 nM ist bei Patienten mit schwerer COPD, verglichen mit gesunden Patienten, um den 5-fachen Wert erniedrigt. Die muskarinerge Inhibition der Mastzellfunktion ist bei COPD-Erkrankung gestört. Desweiteren setzen Mastzellen humaner Bronchien von Patienten mit schwerer COPD, verglichen mit gesunden Patienten, eine erhöhte Menge an Histamin bei Stimulation mit A23187 in der Konzentration von 10µM frei.