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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-21101
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2005/2110/


Die Bedeutung der Thrombozyten für die Akute Pankreatitis und den Ischämie-Reperfusionsschaden des Pankreas am experimentellen Modell der Wistar-Ratte

Pfeil, Dagmar


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Freie Schlagwörter (Deutsch): Akute Pankreatitis , Ischämie-Reperfusionsschaden , Thrombozytenaktivierung , Mikrozirkulationsstörung , Immunsuppression
Freie Schlagwörter (Englisch): ischemia induced pancreatitis , acute pancreatitis , platelet activation , microcirculation
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Experimentelle Chirurgie des Universitätsklinikums Heidelberg, eingereicht über das Institut für Veterinär-Pathologie
Fachgebiet: Medizin fachübergreifend
DDC-Sachgruppe: Landwirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 15.04.2005
Erstellungsjahr: 2005
Publikationsdatum: 25.04.2005
Kurzfassung auf Deutsch: Die Akute Pankreatitis (AP) kann in milder und schwerer Verlaufsform auftreten. Eine ursächliche Therapie der AP existiert bis heute nicht. Pathophysiologisch kommt es mit zunehmender Schwere der Erkrankung zu einer ausgeprägten Mikrozirkulationsstörung mit konsekutiver Gewebehypoxie und -nekrose. Ähnliche pathophysiologische Vorgänge tragen auch zur Entwicklung der postischämischen Akuten Pankreatitis bei, die in der Humanmedizin vor dem klinischen Hintergrund der Pankreastransplantation und der Entwicklung einer Posttransplantatpankreatitis relevant ist.


Die Rolle der erythrozytären und leukozytären Flußveränderungen wurde zuvor bereits sowohl bei genuiner AP alsauch bei der Posttransplantatpankreatitis untersucht. Ziel der vorliegenden Arbeit war die Untersuchung der Rolle der Thrombozytenaktivierung und -funktion in Modellen unterschiedlicher Schwere und Pathophysiologie. Darüber hinaus wurde der Einfluß zweier gebräuchlicher Immunsuppressiva (FK 506 und Cyclosporin A) auf Entwicklung und Verlauf der Posttransplantatpankreatitis untersucht. Hierzu wurden experimentelle Modelle unterschiedlichen Schweregrades und der warmen, reversiblen Pankreasischämie gewählt.


Als Ergebnis dieser Studie stellte die Aktivierung der Thrombozyten sowohl beim IRS des Pankreas alsauch im Rahmen der genuinen AP unterschiedlichen Schweregrades einen entscheidenden pathophysiologischen Schritt dar. Hierbei treten Interaktionen in Form von Thrombozyten-Endothel-Interaktionen, Thrombozyten-Thrombozyten-Interaktion , Leukozyten-Endothel-Interaktion und Gerinnungsfaktoren bereits im frühen Stadium auf und tragen zur Entwicklung v.a. einer irreversiblen Mikrozirkulationsstörung mit Untergang des abhängigen Gewebes bei. Inwieweit ein Therapieansatz im Bereich der Thrombozytenhemmung zur Pophylaxe der Posttransplantatpankreatitis oder der Progression einer ödematösen zur nekrotisierenden AP bzw zur weiteren Therapie der Erkrankung besteht, sollte in weiteren Studien geklärt werden.