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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-20332
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2005/2033/


Vergleichende Diagnostik degenerativer Veränderungen des Schultergelenks mit Ultraschall und MRI und ihre anatomische Darstellung : eine experimentelle Studie

Möhring, Bernd


pdf-Format: Dokument 1.pdf (4.229 KB)

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Freie Schlagwörter (Deutsch): degenerative Veränderungen , Schultergelenk , Ultraschall , MRI , Großflächenschnitt
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Orthopädische Klinik
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 10.02.2005
Erstellungsjahr: 2004
Publikationsdatum: 03.03.2005
Kurzfassung auf Deutsch: Die vorliegende Studie bewertet die Vor- und Nachteile der Sonographie und Kernspintomographie bei der Diagnostik degenerativer Veränderungen des Schultergelenkes. Als Referenzmethoden standen bisher nur die Arthrographie und als operative Methoden die Arthroskopie und die offene Operation zur Verfügung.
Diese invasiven Untersuchungsverfahren sind nicht so geeignet das Sehneninnere zu beurteilen wie Großflächenschnitte.

Die Schultersonographie hat sich als einfache, nicht invasive, kostengünstige, den Patienten kaum belastende und nahezu überall verfügbare Untersuchungsmethode etabliert. Sie kann als Routine - Untersuchung bezeichnet werden.

Die kernspintomographische Untersuchung stellt wie die Sonographie eine den Patienten wenig belastende, nicht invasive Untersuchungsmethode dar. Sie ist aber technisch aufwendig, nicht so häufig verfügbar und erheblich kostenintensiver als die Sonographie. Ohne eine hochauflösende Matrix sind die Untersuchungsergebnisse wenig aussagekräftig. Es müssen zusätzlich Oberflächenspulen zum Einsatz gebracht werden.

In der vorgelegten Studie konnten die Untersuchungsergebnisse der Ultraschalluntersuchung und der Kernspinuntersuchung direkt mit anatomischen Schnittpräparaten verglichen werden.

Für den sonographischen Nachweis degenerativer Sehnenveränderungen am Schultergelenk ergeben sich in unserer Studie eine Sensibilität von 92%, eine Spezifität von 75 % und eine Gesamtgenauigkeit von 85%.

Für die Kernspintomographie ergeben sich eine Sensibilität von 60%, eine Spezifität von 85% und eine Gesamtgenauigkeit von 71%.

Die vorliegende experimentelle Studie belegt, dass die Kernspintomographie der Sonographie beim Nachweis degenerativer Veränderungen am Schultergelenk trotz des großen technischen Aufwandes nicht überlegen ist.

Die weitverbreitete und kostengünstige Ultraschalluntersuchung hat zu Recht einen hohen Stellenwert bei der Diagnostik von Schultererkrankungen.