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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-19681
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2005/1968/


Die Bedeutung des Proliferations-Tumormarkers TPS (Tissue Polypeptide Specific Antigen) bei malignen und benignen Erkrankungen

Hatlen-Rebhan, Peter Wilhelm


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Freie Schlagwörter (Deutsch): TPS, TPA
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut fuer Klinische Chemie und Pathobiochemie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 06.01.2005
Erstellungsjahr: 2005
Publikationsdatum: 31.01.2005
Kurzfassung auf Deutsch: Ziel dieser Studie war es, TPS bei verschiedenen benignen und malignen Erkrankungen zu bestimmen und die Ergebnisse auszuwerten.

Bei der Betrachtung aller gewonnenen Werte stellte sich heraus, dass der vom Hersteller angegebene Grenzwert für TPS von 95 U/l zu niedrig war. Nach den Ergebnissen dieser Studie sollte der Grenzwert bei 125 U/l festgelegt werden.
In der Gruppe der malignen Erkrankungen, die in dieser Studie mit Colonkarzinom, Bronchialkarzinom und Mammakarzinom untersucht wurden, erwies sich TPS beim Mammakarzinom als geeignet und beim Bronchialkarzinom als bedingt geeignet.

Der Versuch TPS als Entzündungsmarker bei entzündlichen Erkrankungen einzusetzen, stellte sich, zumindest beim Morbus Bechterew und der chronischen Polyarthritis, als unbrauchbar heraus.

Zusammenfassend ist der sinnvolle Einsatz von TPS vor allem beim Mammakarzinom angezeigt. Es scheint eine Kombination von TPS mit CA 15-3 am geeignetsten und der Kombination CEA und TPS überlegen. Speziell bei Patientinnen mit Fernmetastasen scheint der Einsatz von TPS sinnvoll zu sein.

Ebenso wird der TPS-Spiegel wahrscheinlich von vielen physiologischen und pathophysiologischen Vorgängen beeinflusst, so dass ein Screening mit TPS auf Tumoren keinesfalls sinnvoll ist und bei einem pathologischen TPS-Wert auch nicht-maligne Erkrankungen als Ursache hierfür ausgeschlossen werden müssen. Zum anderem ist nochmals darauf hinzuweisen, dass im Rahmen einer Schwangerschaft sehr hohe Werte zu erwarten sind.

Weiter ist zu beachten, dass im Fall hoher TPS-Werte die Leberenzyme bestimmt werden sollten, da Lebererkrankungen hohe TPS-Konzentrationen verursachen können (28).

Da es auch bei Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis zu Erhöhungen der TPS-Konzentrationen kam, ist gerade bei Patienten mit Erkrankungen aus diesem Bereich und gleichzeitiger Tumorerkrankung besondere Vorsicht geboten. Gerade hier ist die Eignung von TPS als Tumormarker möglicherweise eingeschränkt. Daher ist TPS nur dann zur
Verlaufsbeurteilung von Tumorerkrankungen heranzuziehen, wenn keine anderen verlässlichen Tumormarker zur Verfügung stehen.