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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-19631
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2005/1963/


Zuverlässigkeit der visuellen Beurteilung zahnfarbener Restaurationen

Rodekirchen, Marco


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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Poliklinik für Zahnerhaltungskunde und Präventive Zahnheilkunde
Fachgebiet: Zahnmedizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 15.12.2004
Erstellungsjahr: 2004
Publikationsdatum: 24.01.2005
Kurzfassung auf Deutsch: Während sich zahlreiche Untersuchungen mit der Variabilität der Therapieentscheidungen zum Ersatz von Amalgamrestaurationen beschäftigt haben, fehlen entsprechende Studien zu zahnfarbenen Seitenzahnrestaurationen. Daher war es das Ziel dieser Studie, die Zuverlässigkeit und die Validität von zahnärztlichen Therapieentscheidungen für den Ersatz zahnfarbener Restaurationen zu untersuchen. Außerdem sollte ein möglicher Einfluss der zahn-ärztlichen Tätigkeit in einer Universitätszahnklinik oder einer Praxis untersucht werden. Dazu wurden 40 extrahierte und mit zahnfarbenen Restaurationen versorgte Zähne je zweimal in einem Abstand von 14 Tagen von 21 Zahnärzten visuell beurteilt und die Gründe (Randspalt, Randkaries, Über- und Unterschuss) für einen notwendigen Ersatz dokumentiert. Die Farbe und anatomische Form sollte nicht beurteilt werden. Nach 24 Stunden Anfärben mit 5%igem Methylenblau wurden die Zähne geschnitten und auf Randspal-ten analysiert. Anschließend wurden die Zahnschnitte mit Caries Detector® angefärbt und hinsichtlich einer Randkaries untersucht. Der histologische Befund wurde als Goldstandard festgelegt, wobei entsprechend den Ryge Kriterien (1981) ein Randspalt bis in das Dentin oder eine Karies am Restau-rationsrand als Kriterium für die Erneuerungsbedürftigkeit angesehen wurde. Demnach waren von 40 Restaurationen 14 Restaurationen erneuerungsbe-dürftig. Die Anzahl auszutauschender Restaurationen variierte nach visueller Beurteilung zwischen 8 und 33 (20 – 82,5%). Die Zuverlässigkeit der eigenen Therapieentscheidungen der Zahnärzte waren überwiegend gut: die Kappa-Koeffizienten als Maß der Übereinstimmung der Therapieentscheidung aus 1. und 2. Untersuchung für die einzelnen Zahnärzte schwankte zwischen 0,34 (gering) und 0,81 (sehr gut). Die Kappa-Koeffizienten als Maß für die Übereinstimmung der visuellen Entscheidung mit dem histologischen Befund schwankten zwischen 0,05 (sehr gering) und 0,57 (mittel) und war damit ins-gesamt als gering einzustufen. Die Tätigkeit der Zahnärzte hatte keinen Einfluss auf die Daten. Die Ergebnisse zeigen, dass offensichtlich eindeutige Kriterien zum Ersatz zahnfarbener Restaurationen fehlen.