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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-18767
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2004/1876/


Skelettofaziale Morphologie attraktiver und nicht attraktiver Gesichter : Eine röntgenkephalometrische Analyse

Skelettofacial morphology of attractive and non attractive individuals

Matoula, Stamatia


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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Zentrum für Zahn- und Mund- und Kieferheilkunde, Poliklinik für Kieferorthopädie
Fachgebiet: Zahnmedizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 15.11.2004
Erstellungsjahr: 2004
Publikationsdatum: 30.11.2004
Kurzfassung auf Deutsch: Das Ziel der vorliegenden Arbeit war es, röntgenkephalometrisch mit Hilfe von Fernröntgenseitenbilder des Kopfes (FRS) die skelettofaziale Morphologie attraktiver und nicht attraktiver Probanden zu vergleichen und dabei folgende Frage zu beantworten: Spiegelt sich Schönheit eines Gesichtes in frontaler Ansicht in der skelettofazialen Morphologie in lateraler Ansicht wieder? Das Probandengut stammt aus der Doktorarbeit von Frau Dr. Anja Heiß31. 30 attraktive (25 weibliche, 5 männliche) und 32 nicht attraktive (11 weibliche, 21 männliche) Probanden wurden anhand von En-face-Fotos begutachtet. Zur Beurteilung der skelettofazialen Morphologie wurden FRS zum Zeitpunkt der Gesichtsfotos ausgewertet. Die FRS wurden bezüglich sagittaler und vertikaler Kieferrelation, Gesichtshöhe, Profilkonvexität und Lippenposition analysiert. Der Zusammenhang zwischen den einzelnen skelettofazialen Variablen und den Gesichtsproportionen der attraktiven und nicht attraktiven Probanden wurde mit Hilfe eines Gesichtsdisproportionsindexes31 in der vertikalen und transversalen Ebene überprüft. Die Untersuchung lieferte folgende Ergebnisse: Bei dem Vergleich der attraktiven weiblichen mit den nicht attraktiven weiblichen Probanden wiesen die attraktiven weiblichen Probanden ein konvexeres Hartgewebeprofil auf. Der ANB-Winkel und der Wits-Wert waren bei den attraktiven weiblichen Probanden größer (p<0,05 bzw. p<0,001) und die Gesichtsprofilwinkel kleiner (p<0,01). Der Abstand der Ober- und Unterlippe zur „Esthetic“ Line war bei den attraktiven weiblichen Probanden kleiner (p<0,01) als bei den nicht attraktiven / weiblichen Probanden. Beim Vergleich der nicht attraktiven weiblichen mit den nicht attraktiven männlichen Probanden wiesen die männlichen Probanden ein konvexeres Profil auf. Die Gesichtsprofilwinkel (Weichgewebeprofil mit und ohne Nase) waren bei den männlichen Probanden kleiner (p<0,01) und der Wits-Wert größer (p<0,01). Weiterhin war der Abstand der Oberlippe zur „Esthetic“ Line bei den nicht attraktiven weiblichen Probanden größer (p<0,01) als bei den nicht attraktiven männlichen Probanden. Es konnte kein Zusammenhang zwischen den einzelnen Variablen und dem transversalen bzw. vertikalen Gesichtsdisproportionsindex ermittelt werden. Schlussfolgernd konnte festgestellt werden, dass die Schönheit eines Gesichtes in frontaler Ansicht sich nur zum kleinen Teil in einer bestimmten skelettofazialen Morphologie in lateraler Ansicht wiederspiegelt.
Kurzfassung auf Englisch: The aim of this study was to compare the skelettofacial morphology of attractive and non-attractive subjects using lateral head films and to answer the following question: Is facial beauty in frontal view related to a specific skeletofacial morphology in lateral view? Based on the subject material from the doctorial thesis of Heiß31, 30 attractive (25 females, 5 males) and 32 non-attractive (11 females, 21 males) subjects were compared. Facial attractiveness was assessed by the aid of en-face facial photographs. Skelettofacial morphology was determined using lateral head films taken at same occasion as the facial photographs. The radiographs were analysed with respect to sagittal and vertical jaw relationships, facial height, profil convexity und lip position. The relationship between the skeletofacial variables and the facial proportions of attractive and non-attractive individuals was evaluated with the facial disproportion index in the transversal and vertical plane.
The study revealed the following results: When comparing attractive and non-attractive females, the attractive subjects had a larger ANB-angle and Wits-value (p<0,05 and p<0,001 respectively), the soft tissue profile was more convex (p<0,01) and the distance of the upper and lower lips to the E-line was smaller (p<0,01) that the non-attractive subjects. When comparing non-attractive females and non-attractive males, the males had a larger the Wits-appraisal (p<0,01), the soft tissue profile was more convex ( p<0,01) and the distance of the upper and lower lips to the E-line was smaller (p<0,01) than in female groups. No correlation was found between the skelettofacial variables and the transversal, vertical facial disproportion index. It could be concluded that facial beauty in frontal view is related only to a minor degree to a specific skelettofacial morphology in lateral view.