Giessener Elektronische Bibliothek

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Giessener Papyrus- und Ostrakasammlungen : Datenbank und Publikationen



Eine Einführung in die drei Papyrussammlungen geben:
Gundel, H. G.: Papyri Gissenses: eine Einführung. 2. Aufl. Giessen 1975. (Kurzberichte aus den Giessener Papyrussammlungen, 32)
Gundel, H. G.: Papyri bibliothecae universitatis Gissensis: eine Einführung. Giessen 1968. (Kurzberichte aus den Giessener Papyrussammlungen, 27)
Gundel, H. G.: Papyri Iandanae: eine Einführung. 2. Aufl. Giessen 1971. (Kurzberichte aus den Giessener Papyrussammlungen, 29)
Gundel, H.G.: Vorbemerkungen zum Inventar der Ostraca Gissensia : mit einem Beitrag über die Ostraca Iandana. 2. Aufl. Giessen 1971. (Kurzberichte aus den Giessener Papyrussammlungen, 7)


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-18413
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2004/1841/

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Sammlung: Papyrus- und Ostrakasammlungen
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Universitätsbibliothek
Fachgebiet: Universitätsbibliothek - Bibliothekssystem
DDC-Sachgruppe: Alte Geschichte, Archäologie
Dokumentart: Sammlung
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 20XX
Publikationsdatum: 05.11.2004
Kurzfassung auf Deutsch: Die Giessener Papyrussammlung gehört zu den auch international bedeutenden Sammlungen. Sie besteht aus drei ursprünglich getrennten Sammlungen, die nach und nach in der UB zusammengeführt wurden. Alle drei gehen auf die Zeit vor dem 1. Weltkrieg zurück, als durch die systematischen Ausgrabungen in Ägypten die Flut der Papyrusfunde gewaltig anschwoll und zur Gründung von Papyrotheken in der ganzen Welt führte. Sie wurden mit Hilfe des Deutschen Papyruskartells aufgebaut, das Papyri in Ägypten zentral erwarb und auf die beteiligten Sammlungen verteilte.

Die älteste Sammlung wurde 1902-13 von dem (damals Giessener) Althistoriker Ernst Kornemann (1868-1946) und dem Giessener Industriellen Wilhelm Gail (1854-1925) im Museum des Oberhessischen Geschichtsvereins in Giessen angelegt. Sie wird einfach als Papyri Gissenses bezeichnet. Ihr bedeutendstes Stück ist die Constitutio Antoniniana , ein wichtiges Dokument der römischen Verfassungsgeschichte aus dem Jahr 212.

Da die Sammlung "Papyri Gissensis" für die Lehr- und Forschungstätigkeit an der Universität nicht zur Verfügung stand, begründeten die Klassischen Philologen Otto Immisch (1862-1936) und Alfred Körte (1866-1946) 1908 eine eigene Sammlung an der Universitätsbibliothek, die Papyri Bibliothecae Universitatis Gissensis.

Die dritte Sammlung, begonnen 1905, war ursprünglich die Privatsammlung des Giessener Klassischen Philologen Karl Kalbfleisch (1868-1946), der sie nach seinem Großvater Karl Reinhold Janda Papyri Iandanae benannte. Durch testamentarische Verfügung ging sie als Geschenk an die Universitätsbibliothek über. Ein besonders bedeutendes Stück dieser Sammlung ist ein Fragment aus Ciceros Reden gegen Verres, das lange Zeit der älteste bekannte lateinische Papyrus war.

Den 2. Weltkrieg überstanden die Papyri Iandanae unversehrt im Keller der UB, die beiden anderen Sammlungen in einem Tresor der Dresdner Bank. Jedoch kam es in dem Banktresor 1945 zu schweren Schäden durch einen Wassereinbruch.
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