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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-18318
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2004/1831/


Untersuchungen zur Normierbarkeit von elastomeren Bissregistrationsmaterialien

D'Amore, Michel


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Freie Schlagwörter (Deutsch): Bissregistrationsmaterialien , Elastomere, Normung
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Med. Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde; Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik
Fachgebiet: Zahnmedizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 13.09.2004
Erstellungsjahr: 2004
Publikationsdatum: 04.11.2004
Kurzfassung auf Deutsch: Die Ergebnisse zeigen in Übereinstimmung mit anderen Untersuchungen hinsichtlich dieser Problematik in aller Deutlichkeit, dass die Bestimmung klinisch so relevanter Größen wie der Gesamtverarbeitungs- und Abbindezeit als auch anderer interessanter Materialeigenschaften eines Bissregistrierungsmaterials, wie zum Beispiel die Rückstellung oder Verformbarkeit, auf erhebliche Schwierigkeiten stößt, wenn es darum geht, Verfahren zu definieren, die in einer Norm Anwendung finden könnten. Dabei sind es Fragen der Praktikabilität, der Durchführung eines Versuches, seiner Reproduzierbarkeit bzw. seiner klinischen Relevanz. Es erscheint daher ratsam, auf differenzierte Versuchsaufbauten zu verzichten und vielmehr extrem einfache Aufbauten zu wählen, um das gewünschte Ziel zu erreichen. Zusammengefasst lassen sich die Ergebnisse der einzelnen Versuchsserien wie folgt beschreiben:

- Die Prüfung der vom Hersteller angegebenen Verarbeitungszeit mit dem beschriebenen Versuchsaufbau scheint ein geeignetes Verfahren zu sein, um die Gesamtverarbeitungszeit der einzelnen Materialien (unter ähnlichen Bedingungen wie in der Mundhöhle des Patienten) zu bestimmen. Dies umso mehr, da eine hohe Korrelation der mit diesem Verfahren bestimmten Werte zu denen mittels der klinisch relevanten Kondymetermessung Ermittelten, bestand.

- Die Bestimmung der bleibenden Deformation zeigte, dass alle geprüften Materialien sehr geringe bleibende Deformationen aufwiesen, die klinisch nicht mehr relevant sein dürften. Dabei waren die erhaltenen Werte der Messung mit 250 Newton Belastung mit denen von 100 Newton Belastung vergleichbar. Somit wäre aufgrund des wesentlich einfacheren Versuchaufbaus letzterer Methode (100 Newton Belastung), als ein im Sinne der Normung praktikables Verfahren, der Vorzug zu geben.

- Die definierte Verformung der Probekörper unter gleichzeitiger Bestimmung des E-Moduls erwies sich als ein sehr gut reproduzierbares Verfahren zur Charakterisierung der Bissregistrationsmaterialien. Allerdings ist in der Komplexität des Versuchaufbaus der große Nachteil des Verfahrens zu sehen, so dass möglicherweise der alleinigen Prüfung einer minimal erforderlichen Deformation der Vorzug gegeben werden sollte.
Kurzfassung auf Englisch: The results show a definite correlation with other experiments regarding this problem.
The relevant clinical measurements and binding time, as well as the qualities of the other bite registration materials were determined. For example, the repositioning or derformation of material will meet with considerable difficulties when trying to define the standards within which the techniques will be used. At the same time there are questions about the practicality and implementation of the experiments, its reproducibility, and also its clinical relevance. It appears advisable to dispense with sophisticated test set-ups, but rather to choose very simple test set-ups to reach the desired objective. In summary, results of the individual experiments are described as
follows:

- Testing the manufacturer´s specified processing time following the description of the test set-up appears to be a suitable procedure for determining the total processing time of the individual materials under similar conditions as in the oral cavity of the patient. A high correlation exists between this method of determined values and the results of the relevant clinical condylar metric calculations.

- The determination of the remaining deformation shows that all tested materials exhibited minimal permanent deformation that would probably not be considered clinically relevant. At the same time, the obtained values gauging 250 Newton stress are comparable to 100 Newton stress. For this reason, preference should be given to the considerably easier set-up procedures of the latter method (100 Newton stress) than in terms of the standardisation and its reasonable procedure.

- At the same time as the defined deformation of the trial sample took place, simultaneous testing of the E-Modules values proved to be an excellent reproducible method to characterize the bite registration material. But, of course, because of the complexity of the set-up of the experiment, there is a great disadvantage in this procedure, and the possibility of giving preference to the exclusive inspection of a minimal essential deformation should be given first priority.