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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-16139
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2004/1613/


Versuche zur Eignung verschiedener Puffer bei der instrumentellen Besamung der Bienenkönigin (Apis mellifera)

Keiner-Stoehr, Wiebke


Originalveröffentlichung: (2004) Giessen: <a href=http://www.dvg.net/>DVG Service</a> 2004 </td>
pdf-Format: Dokument 1.pdf (2.074 KB)

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Instrumentelle Besamung , Eidotterzusatz , Drohnensperma , Motilität , Fluoreszenzfarbstoff Bisbenzimid (Höchst 33258)
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Klinik für Geburtshilfe, Gynäkologie und Andrologie für Groß- und Kleintiere mit Tierärztlicher Ambulanz u. Hess. Dienstleistungszentrum für Landwirtschaft, Gartenbau und Naturschutz; HDLGN (Bieneninstitut Kirchhain)
Fachgebiet: Veterinärmedizin
DDC-Sachgruppe: Landwirtschaft
Dokumentart: Dissertation
ISBN / ISSN: 3-938026-04-9
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 18.06.2004
Erstellungsjahr: 2004
Publikationsdatum: 23.08.2004
Kurzfassung auf Deutsch: Das Ziel dieser Untersuchungen war es, den im allgemeinen bei der
instrumentellen Besamung der Biene verwendeten Trispuffer (TP) gegen einen
Phosphatpuffer (PP) nach Sorensen mit erprobten und neuen
Untersuchungsmethoden auszutesten. Zusätzlich wurde der Effekt eines
einprozentiger Eidotterzusatzes überprüft.

8-9 Wochen nach der instrumentellen Besamung wurde die Spermatheka der
Königinnen freipräpariert, die Spermienzahl bestimmt und die Spermaqualität
anhand der Motilität, der Integrität der Plasmamembran nach Anwendung des
Hypoosmotischem Schwelltests und der Vitalitätsfärbung mit dem
Fluoreszenzfarbstoff Bisbenzimid (HOECHST 33258) beurteilt. Der
Hypoosmotische Schwelltest und der Fluoreszenzfarbstoff Bisbenzimid waren
bisher nur an Säugetierspermien erprobt.

Bei der Untersuchung des Spermatheka-Inhaltes war der Effekt von Puffer- und
Eidotterzusatz auf die Anzahl an Spermien und die Anfangsaktivität signifikant.
So war die Gesamtzahl bei der Phosphatpuffer-Gruppe höher als bei der
Trispuffer-Gruppe [0,881 (2,858) bzw. 0,195 (3,606); g(SF)], der Eidotterzusatz
führte jeweils zu einer Erhöhung der Spermienzahl.

Die Anfangsaktivität war bei der Trispuffer-Gruppe besser ausgeprägt als bei
der Phosphatpuffer-Gruppe; der Eidotterzusatz führte zu einer zusätzlichen
Steigerung. Für die Motilität ergab sich ein entsprechender Effekt des Puffers.
Keine Effekte zeigten sich auf die Anzahl lebender Spermien und den ORW.
Die entsprechenden Untersuchungen von Frischsperma ließ keine Effekte der
beiden Variablen erkennen.

Bei den Königinnen, die zur Eiablage kamen, erfolgte dies nach Zusatz von
Dotter früher (p<0,05) als ohne Zusatz (6,9 bzw. 8,8 Tage bei PP und 6,39 bzw.
9,5 Tage bei TP). Bei Erfassung der Brutentwicklung steigerte der
Eidotterzusatz die Verluste (p<0,0003). Nach 14 Tagen war jedoch kein
Unterschied mehr feststellbar.

Die Ergebnisse bestätigen die in den Vorversuchen festgestellte gute Eignung
von Phosphatpuffer zur Verwendung bei der instrumentellen Besamung; sie
weisen weiterhin auf einen positiven Effekt des Eidotterzusatzes hin.
Kurzfassung auf Englisch: The aim of this investigation was to compare the commonly used Tris buffer
(TB) to a phoshate buffer (PB) as described by Sorensen in its suitability for
artificial insemination of honey bee queens by applying standard and new test
methods. Furthermore, the effects of a 1% yolk additive to both buffers were
tested.

8-9 weeks after insemination, the spermathecae were taken out to investigate
the number of sperms and their quality by assessing their motility, application of
a hypoosmotic swelling test checking the integrity of the plasma membrane and
by a vitality staining with the fluorescence dye Bisbenzimid (HOECHST 33258).
The hypoosmotic swelling test and the fluorescent staining with Bisbenzimid so
far were only used for mammalian spermatozoa.

The effect of buffer and egg yolk was highly significant on the total number of
sperm and their initial motility. The total number was higher with PB compared
to TB [0.881 (2.858 vs. 0.195 (3.606); g(SF)], egg yolk led to an additional
increase. Initial motility was higher in the case of TB; in both buffers egg yolk
again led to an additional increase. Similar effects of buffer were observed for
the motility. The % live spermatozoa and the ORW were not affected. When
testing the same parameters with fresh spermatozoa no effect of other variables
could be demonstrated.

Egg laying of successfully inseminated queens started earlier when yolk was
added to the buffers (6.9 vs. 8.8 days in case of PB, 6.3 vs. 9.5 days in case of
TB).

Addition of egg yolk increased (p<0.0003) losses during brood development.
However after 14 days there were no further differences.

In confirmation of preliminary data the obtained results show the suitability of
PB. They further indicate a positive effect of the addition of egg yolk.