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Der prognostische Wert von evozierten Potentialen bei der Abschätzung der Langzeitergebnisse von aneurysmatischen Subarachnoidalblutungen

Massah, Amer


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Freie Schlagwörter (Deutsch): evozierte Potentiale , SAB , outcome
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Neurologie und Neurochirurgie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 31.03.2004
Erstellungsjahr: 2004
Publikationsdatum: 19.05.2004
Kurzfassung auf Deutsch: Mit der vorliegenden Studie an 98 Patienten mit aneurysmatischer SAB wurde die
prognostische Bedeutung der bei Krankenhausaufnahme jeweils vorgenommenen klinischen
Graduierung nach H&H, der initialen SSEP- und FAEP-Veränderungen untersucht durch
Korrelation dieser klinischen und elektrophysiologischen Befunde mit dem jeweils nach 6-8
Monaten erreichten GOS.

Durch die Studie wurde die reale Möglichkeit der frühzeitigen Erstellung einer zuverlässigen
Krankheitsprognose von Patienten mit aneurysmatischer SAB mittels SSEP und FAEP sowie
mittels Graduierung des klinischen Zustandes nach H&H verifiziert. Darüber hinaus wurde
nachgewiesen, dass der Einsatz der EP, insbesondere der SSEP auch bei komatösen und/oder
sedierten Patienten eine sehr zuverlässige prognostische Aussage ermöglicht. Die statistische
Analyse der eigenen Ergebnisse zeigte, dass die kombinierte Verwendung von SSEP und
FAEP eine Zunahme der prognostischen Zuverlässigkeit bewirkt.
Die zuverlässige Abschätzung des zu erwartenden Outcomes bei Patienten mit schlechtem
initialen klinischen Zustand nach SAB bedeutet die reale Möglichkeit der Früherkennung
einer noch rückbildungsfähigen Irritation des ZNS und somit die Chance einer frühzeitigen
intensivierten Therapie, die den Funktionserhalt der Neurostrukturen als Ziel hat. Diese
Abschätzung kann man wiederum zu jedem späteren Zeitpunkt insbesondere mittels SSEPÜberwachung
erfassen. Die vorliegende Studie konnte nicht nur den hohen Stellenwert der
SSEP nachweisen sondern sie weist darauf hin, dass mittels SSEP Perfusionsstörungen im
Rahmen von Vasospasmen aufgedeckt werden können, weswegen die Kontrolle mittels EP im
weiteren Krankheitsverlauf wichtig ist, um gegebenenfalls eine Therapieverbesserung
durchzuführen und diese überwachen zu können.

Fazit:

Die Ableitung von EP liefert, wie bisherige zahlreichende Studien an verschiedenen
neurologisch und neurochirurgisch relevanten Krankheitsbildern demonstrierten, zuverlässige
und wichtige Daten zur prognostischen Verlaufsabschätzung einer akuten ZNS-Erkrankung
und eignet sich zur Früherkennung pathophysiologisch bedeutsamer Vorgänge im
Nervensystem.

Der Einsatz von EP nach einer aneurysmatischen SAB frühzeitig und im weiteren
Krankheitsverlauf ist daher zweifellos zu empfehlen.