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URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2003/1338/


Vitamin-D-Rezeptor-Gen-Polymorphismen und Knochenstoffwechsel bei Patienten mit Typ 1-Diabetes mellitus und gesunden Kontrollpersonen

Weismüller, Katja


pdf-Format: Dokument 1.pdf (634 KB)

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Freie Schlagwörter (Deutsch): VDR , Gen-Polymorphismen , Typ 1-Diabetes , Knochenstoffwechsel
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Innere Medizin, Medizinische Klinik und Poliklinik III
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 01.12.2003
Erstellungsjahr: 2002
Publikationsdatum: 19.12.2003
Kurzfassung auf Deutsch: Es existieren Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen der diabetischen Osteopathie bei Typ 1- und Typ 2-Diabetes mellitus und Vitamin-D-Rezeptor-Polymorphismen.

Die vorliegende Arbeit hatte zum Ziel, an einem Kollektiv von kaukasischen Patienten mit Typ 1-Diabetes mellitus und einem gesunden Kontrollkollektiv Unterschiede hinsichtlich des Vorkommens bestimmter VDR-Genotypen zu zeigen. Dies wurde mittels Polymerasekettenreaktion (PCR) und Restriktionsfragmentlängenpolymorphismus-Analyse (RFLP-Analyse) durchgeführt. Ferner wurde bei beiden untersuchten Gruppen ein Status des Knochenstoffwechsels erhoben. Hierzu wurden Osteocalcin, knochenspezifische alkalische Phosphatase, Parathormon, C-terminales Propeptid des Typ-1-Kollagens, Deoxypyridinium-Crosslinks und 25-OH-Vitamin D untersucht.
Im Rahmen dieser Untersuchungen zeigte sich ein signifikant häufigeres Vorkommen des TT-Genotyps sowie ein signifikant selteneres Auftreten des tt-Genotyps bei Patienten mit Typ 1-Diabetes mellitus verglichen mit den gesunden Kontrollpersonen. Für die übrigen untersuchten VDR-Gen-Polymorphismen zeigten sich keine Unterschiede hinsichtlich der Verteilung in den beiden untersuchten Gruppen. Die Knochenstoffwechselparameter lagen bei allen untersuchten Personen im Normbereich. Beim Vergleich der Gruppen untereinander ohne Unterscheidung zwischen männlichen und weiblichen Probanden konnten keine Unterschiede im Knochenstoffwechsel von Patienten mit Typ 1-Diabetes mellitus und Kontrollpersonen gesehen werden. Die Werte für BAP, PICP und OC waren bei den Männern signifikant höher als bei den Frauen, wenn alle untersuchten Personen insgesamt betrachtet wurden. Insgesamt betrachtet hatten jüngere Probanden signifikant höhere BAP-Werte als ältere. Bei isolierter Betrachtung der diabetischen Patienten zeigten sich bei den Männern signifikant höhere Werte für BAP, PICP und OC, sowie signifikant höhere Werte für 25-OH-Vitamin-D und DPD-Crosslinks bei den Frauen. Bei den gesunden Kontrollpersonen zeigten signifikant höhere Werte bei den Männern lediglich für BAP, bei den gesunden Frauen waren signifikant höhere Werte nur bei den DPD-Crosslinks zu sehen. Eine Korrelation des HbA1c mit Parametern des Knochenstoffwechsels konnte nicht festgestellt werden. Auch konnte keine Assoziation bestimmter VDR-Gen-Polymorphismen mit Veränderungen des Knochenstoffwechsels gefunden werden.
Widersprüche und Übereinstimmungen mit anderen Untersuchungen sind zum Teil dadurch zu erklären, dass jeweils verschiedene Populationen untersucht wurden. Höhere Werte für BAP, PICP und OC bei diabetischen Männern und DPD-Crosslinks sowie 25-OH-Vitamin D bei diabetischen Frauen deuten in Richtung eines veränderten Knochenstoffwechsels bei Typ 1-Diabetikern, am ehesten im Sinne einer low-turnover-Osteoporose.