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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-13016
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2003/1301/


Qualitätssicherung in der Dermatologie : eine retrospektive Studie an 5586 Patienten der TOMESA-Fachklinik für Haut-, Allergie und Gelenkerkrankungen, Rheuma, Bad Salzschlirf

Reinke, Kristin


pdf-Format: Dokument 1.pdf (1.802 KB)

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Psoriasis , Neurodermitis , Qualitätssicherung , Geburtsmonat , autogenes Training
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Psychosomatische Medizin, Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 06.10.2003
Erstellungsjahr: 2003
Publikationsdatum: 11.12.2003
Kurzfassung auf Deutsch: In der vorliegenden retrospektiven Studie wurden die anhand eines Fragebogens erhobenen Daten von 5586 Patienten der TOMESA-Fachklinik, die im Zeitraum 1995-1998 erfaßt wurden, im Rahmen der Qualitätssicherung untersucht. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Überprüfung der Ergebnisqualität und der Erhebung epidemiologischer Daten.
Unter Anwendung von Schweregradindices, die subjektive und objektive Parameter enthalten, sollte untersucht werden, welcher Therapieerfolg sich mit Hilfe eines umfassenden Therapiekonzeptes bei chronisch-rezidivierenden Hauterkrankungen erzielen läßt. Als Schweregradindex wurde für die Psoriasis der PASI und für die Neurodermitis der AEASI eingesetzt. Das Therapiekonzept der TOMESA-Klinik bei Hauterkrankungen besteht im Wesentlichen aus Balneo-Phototherapie, dem Einsatz wirkstoffhaltiger und -freier Externa, begleitender psychotherapeutische Maßnahmen und Ernährungsberatung bei Bedarf.


Die Ergebnisse der Arbeit können wie folgt beschrieben werden:

- Durch die Therapie in der TOMESA-Klinik wird eine signifikante Abnahme des PASI und AEASI erreicht. Der mittleren PASI konnte von 15,19 auf 1,32 reduziert werden. Der mittlere AEASI konnte von 31,21 auf 10,03 gebessert werden.

-Im Krankheitsverlauf der Psoriasis und Neurodermitis zeigten sich signifikante jahreszeitliche Schwankungen. Dabei waren die Hautveränderungen bei der Psoriasis im Frühjahr und Winter und bei der Neurodermitis im Herbst und Winter am stärksten ausgeprägt.

- Die Behandlungsdauer in der Klinik korreliert signifikant positiv mit der Schwere der Hauterveränderungen bei Psoriasis und Neurodermitis. Zwischen der Behandlungsdauer und dem Patientenalter sowie der Zahl der diagnostizierten weiteren Erkrankungen finden sich ebenfalls positive Korrelationen, die jedoch nicht signifikant sind.

- Patienten mit Osteoarthropathia psoriatica haben signifikant höhere PASI-Werte bei der stationären Aufnahme als Patienten ohne psoriatische Gelenkveränderungen.

- Nehmen Neurodermitispatienten neben der dermatologischen Standardtherapie am autogenen Training oder einer Gesprächstherapie teil, führt dies zu signifikant besseren Behandlungsergebnissen als bei Patienten, die nicht teilnehmen. Für die Psoriasis konnte dies nicht festgestellt werden

- Die Teilnahme an der Ernährungsberatung hatte weder einen Einfluß auf das Behandlungsergebnis der Psoriasis noch auf das der Neurodermitis im Verlauf der stationären Behandlungszeit.

- Patienten, die den stationären Aufenthalt in der Klinik wiederholten, zeigten keine meßbar besseren Behandlungsergebnisse als diejenigen, die das erste Mal in der TOMESA-Fachklinik behandelt wurden.

- Koinzidenzen für die Psoriasis und Neurodermitis und Vitiligo treten nur im Rahmen der statistisch zu erwartenden Wahrscheinlichkeit für die Gesamtbevölkerung auf.

- Es gibt keine signifikanten Zusammenhänge zwischen der Entstehung einer Psoriasis oder Neurodermitis und dem Geburtsmonat.