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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-12153
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2003/1215/


Vergleich der Immunhistochemischen Bestimmung des Steroidrezeptorstatus im Paraffin- und Gefrierschnitt beim Mammakarzinom

Immunohistochemical detection of steroid receptors in human breast cancer: Comparison of paraffin-embedded material versus fresh-frozen tissue

Spannagel, Christian Philipp


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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 24.07.2003
Erstellungsjahr: 2003
Publikationsdatum: 07.10.2003
Kurzfassung auf Deutsch: Vergleich der Immunhistochemischen Bestimmung des Steroidrezeptorstatus im Paraffin- und Gefrierschnitt beim Mammakarzinom

Einleitung: Die Expression des Östrogen- und Progesteronrezeptors erlaubt eine Einschätzung des Erfolgs der adjuvanten und palliativen Hormontherapie und ist somit von großer klinischer Bedeutung. Es gibt jedoch verschiedene Methoden den Steroidrezeptorstatus zu bestimmen. Das biochemische Assay und immunhistochemische Verfahren am Paraffin- oder am Gefrierschnitt.

Fragestellung: Inwieweit sind die Ergebnisse der Bestimmung des Steroidrezeptorstatus am Paraffinschnitt mit der Biotin-Avidin-Peroxidase Färbung mit dem Nachweis am Gefrierschnitt mit der APAAP-Färbung vergleichbar?

Materialien und Methode: Natives (tiefgefrorenes) und paraffinfixiertes Tumorgewebe von 215 Patientinnen mit Mammakarzinom wurde immunhistochemisch auf die Expression der Steroidrezeptoren verglichen. Die Detektion der Rezeptoren erfolgte beim Paraffinschnitt mit der Biotin-Avidin-Peroxidase Technik und am Gefrierschnitt mit Hilfe der APAAP-Technik. Die Schnitte wurden semiquantitativ nach den Richtlinien von Remmele und Stegner (1987) ausgewertet. Die Ergebnisse wurden mit klinisch-pathologischen Parametern des Kollektives verglichen.

Ergebnisse: Es zeigten sich häufiger östrogenrezeptornegative Karzinome am Paraffinschnitt. Dieser Unterschied zeigte sich am Progesteronrezeptor weniger ausgeprägt. Die Korrelation nach Spearman ergab einen Koeffizienten von 0,544 (p<0,001) beim Östrogenrezeptor und von 0,580 (p<0,001) beim Östrogenrezeptor. Die Übereinstimmung (positiver/ negativer Rezeptorstatus) betrug 81,9 % beim Östrogenrezeptor und 76 % beim Progesteronrezeptor. Die Intensität der Färbung war am Gefrierschnitt höher. Der Vergleich zu den klinisch-pathologischen Parametern ergab insgesamt eine bessere Übereinstimmung zum Steroidrezeptorstatus am Paraffinschnitt, was in erster Linie auf die limitierten Korrelationen zur Progesteronrezeptorbestimmung am Gefrierschnitt zurückzuführen ist.

Schlussfolgerung: Die APAAP-Methode am Gefrierschnitt verspricht eine genauere Differenzierung der Färbeintensität, während Paraffinschnitte aufgrund morphologischer Vorteile (Schnittgröße) eine genauere Einschätzung der Quantität gefärbter Tumoranteile zulassen. Aufgrund der Abweichungen im Positiven/ Negativen erscheint eine Standardisierung der Detektionsmethoden sinnvoll. Grundlage der Entscheidung hinsichtlich des Standard sollte eine Untersuchung sein, bei der der Erfolg der endokrinen Therapie bekannt ist. Die Methode mit dem höchsten prädiktiven Wert sollte zum Standard erklärt werden. Eventuell kann es auch sinnvoll sein, mehrere Methoden zu kombinieren.
Kurzfassung auf Englisch: Immunohistochemical detection of steroid receptors in human breast cancer: Comparison of paraffin-embedded material versus fresh-frozen tissue

Objektive: Expression of estrogen and and progesterone receptors allow the estimation of success of adjuvant and palliative endocrine therapy. However, there are different methods of determination of steroid receptor status: biochemistry and immunohistochemistry in paraffin-embedded and fresh-frozen tissue.

Materials and methods: Both fresh frozen (FFT) and formalin-fixed, paraffin-embedded (PET) tumour specimen of 214 patients with invasive breast cancer were investigated immunohistochemically with respect to estrogen and progerone receptor status by means of avidin-biotin-peroxidase or APAAP-technique. The immunoreactivity was evaluated by the established and routinely usedimmunoreactivity score (IRS).

Results: The coefficient of correlation (Spearman) between FFT and PET
for estrogen receptor was 0.544 (p<0.001) and for progesterone receptor 0.580 (p<000.1). Congruency for estrogen receptor positively/ negatively was 81.9%, for progesterone receptor 76 %. PET allowed better differrentiation of expression intensity, while FFT alowed a clearer seperation between positive and negative receptor status.

Conclusion: Because of somehow limited congruency of the hormone receptor detection in FFT an PEF it is necessary to standardise the applied detection method. It remains to be determined which method of detection has the higher predictive value concerning the response to endocrine therapy.