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URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2003/1173/


Optimierung des Line-Blots als einfaches und sensibles Verfahren für die immunologische Diagnose der Schistosomiasisinfektion

Petereit, Stefanie


pdf-Format: Dokument 1.pdf (1.100 KB)

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Schistosomiasis , Line-Blot , Immundiagnose , rekombinante Antigene
Freie Schlagwörter (Englisch): schistosomiasis , Line-Blot , immunological method , cloned antigens
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Biochemisches Institut
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 30.06.2003
Erstellungsjahr: 2003
Publikationsdatum: 28.07.2003
Kurzfassung auf Deutsch: Das zur Zeit gebräuchlichste Verfahren zur Diagnose der Schistosomiasis, einer durch digene Trematoden hervorgerufenen Infektionskrankheit, ist der Nachweis von Parasiteneiern im Stuhl oder Urin. Weiterhin werden immunologische Verfahren herangezogen, wie der Nachweis zirkulierender Antigene im Blut oder Urin und der Nachweis parasitenspezifischer Antikörper im Blut durch Verfahren wie RIA, IFT und ELISA. Mit diesen gängigen, häufig recht aufwendigen Diagnoseverfahren werden aber nur mittelstarke bis starke Infektionen erfasst. Da aber auch leicht infizierte Menschen Eiausscheider sind, kann ohne Identifizierung dieser der Infektionskreislauf nicht wirsam unterbrochen werden. Dagegen wurden bezüglich der Spezifität und Sensitivität gute Ergebnisse im Line-Blot, einem Verfahren zum Nachweis parasitenspezifischer Antikörper erhalten. Dafür konnten in der Vergangenheit in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Beck drei diagnostische Antigene SmE16 (Ei-Calmodulin), Sm31 (Cathepsin B) und Sm32 (Haemoglobinase) rekombinant hergestellt werden. Beim Line-Blot werden diese Antigene direkt auf eine Nitrozellulosemembran aufgetragen. Durch den Einsatz der drei Antigene in einer Mischung werden sehr deutliche und somit einfach auszuwertende Farbsignale auf der Membran erzielt.

Im Rahmen dieser Arbeit wurde das kurz vor Entstehen der Arbeit in seiner Struktur leicht veränderte Sm32 auf seine Eignung hin untersucht. Desweiteren wurde der Line-Blot unter Verhältnissen getestet, die den Umweltbedingungen in betroffenen Gebieten entsprechen, um seine Belastbarkeit für den Feldeinsatz zu ermitteln. Ziel war es, ein zuverlässiges, einfaches und kostengünstiges Verfahren zu entwickeln.
Kurzfassung auf Englisch: The most common method of diagnosis of schistosomiasis, caused by digene trematodes, is the detection of ova in faeces and urine. Furthermore there are immunological methods detecting circulating antigens in blood or urine and specific antibodies in blood by methods like RIA, IFT and ELISA. All of these methods are not satisfactory concerning slight infections. There are good results in sensitivity and specifity using the Line-Blot, a method for detection of antibodies. The result are visible coloured lines on a nitrocellulose membrane. Three schistosoma mansoni antigens (SmE16, Sm31 and Sm32) were cloned by the team of Prof. Dr. Beck in the past. Sm32 was produced first as an insoluble protein in urea and thereafter refolded to its native form in vitro. Due to the fact Sm32 used for the assays was slightly changed in its structure the refolding is better now and also its antigenic qualities. These qualities and the using of all three antigens in a mix show good results also under environmental conditions found in concerned areas.