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Politische Bildung und Markt : Marktforschung für die außerschulische politische Bildung: Chancen, Grenzen und Strategien

Rudolf, Karsten


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Dokument 1: Politische Bildung und Markt : Marktforschung für die außerschulische politische Bildung: Chancen, Grenzen und Strategien (Band 1)
Dokument 2: Politische Bildung und Markt : Bericht politische Bildung 2002 - Was wollen die Bürger? Eine Marktanalyse zur außerschulischen politischen Bildung in Deutschland (Band 2)
Dokument 3: Auswertungsdaten zum Bericht politische Bildung 2002

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Marktöffnungsdiskussion , Marketing , Qualitätssicherung , politische Bildung , Bürgerbeteiligung
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Didaktik der Sozialwissenschaften
Fachgebiet 1: Politikwissenschaft
Fachgebiet 2: Erziehungswissenschaften
Fachgebiet 3: Psychologie
DDC-Sachgruppe: Politik
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 14.05.2003
Erstellungsjahr: 2003
Publikationsdatum: 23.07.2003
Kurzfassung auf Deutsch: Bei den zwei vorliegenden Bänden der Dissertationsarbeit 'Politische Bildung und Markt' handelt es sich um eine interdisziplinäre theoretische sowie empirische Arbeit. Der Band I der Gesamtarbeit (Titel 'Politische Bildung und Markt - Marktforschung für die außerschulische politische Bildung: Chancen, Grenzen und Strategien') bildet die theoretische Grundlage für den (bereits im Jahr 2002 als Buch veröffentlichten) Band II, der den Kern der Forschungsleistung darstellt und den Titel 'Politische Bildung und Markt - Bericht politische Bildung 2002 – Was wollen die Bürger? Eine Marktanalyse zur außerschulischen politischen Bildung in Deutschland' trägt. In diesem ersten Band findet eine detaillierte Situationsanalyse politischer Erwachsenenbildung statt (Grundverständnis des Autors und Analyse hausgemachter Probleme politischer Bildung), die das Fach kritisch hinterfragt. Zudem wird die Marktöffnungsdiskussion ausführlich dargestellt und es werden Sackgassen bzw. bisher vernachlässigte Felder aufgespürt (Marktforschung und Kunden-/Bürgerorientierung), die dem Habitus des Fach geschuldet sind. Dort setzt der Bericht politische Bildung 2002 (als Band II) mit seiner erstmals stattgefundenen primärdatenbezogenen Bedarfsanalyse an.

Mit dem Bericht politische Bildung 2002 (als Band II) werden die wesentlichen Ergebnisse der repräsentativen Bevölkerungsbefragung zur politischen Bildung vorgelegt, analysiert, ausgewertet und besprochen. Das aus drei Einzelumfragen bestehende Berichtssystem – einer telefonischen
Befragung mit über 1.000 Interviews und zwei face-to-face-Befragungen mit je 2.000 Interviews, die vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Emnid technisch durchgeführt wurden – liefert Erkenntnisse zu (1) dem Bedarf der Bevölkerung an konkreten politischen Bildungsinhalten und
-formen, (2) dem Potenzial außerschulischer politischer Bildung in Deutschland, (3) den Motiven zur Teilnahme an politischen Bildungsangeboten und (4) den Erwartungen der Bürger an Bildungsangebote und -träger. Mit der Database können erstmals beispielsweise marketingrelevante Aussagen darüber getroffen werden, welche Gruppen in welchen Regionen sich für welche politischen und gesellschaftlichen Themen interessieren und dazu welche Bildungsform (Seminar, Vortrag, Studienreisen, Internetangebote, Gesellschaftsspiele etc.) nutzen würden. Ebenso wird deutlich, welche Anforderungen der Bildungsträger erfüllen muss, wie hoch die Bereitschaft ist, es tatsächlich zu nutzen und welche Motive die Teilnahmebereitschaft leiten.

Der Band I beschränkt sich aber nicht nur auf die theoretische Grundlegung, sondern geht noch einen Schritt über die Bedarfsanalyse des Band II hinaus, indem der Autor die Frage stellt, wie denn nun in der Praxis mit der Bedarfsanalyse umgegangen werden soll, um ein nachfrageorientiertes Bildungsangebot zu konzipieren. Dazu entwickelt er ein anwendungsorientiertes Marktforschungsmodell, das an einem Handlungsfeld politischer Bildung und mittels weiterer empirischer Untersuchungen des Angebots- und Trägermarktes vorgestellt und getestet wird. Dies ist nicht nur für die politische, sondern auch für die allgemeine Erwachsenenbildung und alle die, die mit der Förderung der Volksbildung und des bürgerschaftlichen Engagements zu tun haben, von Bedeutung.
Insgesamt will der Autor mit der Arbeit einen Beitrag zu einer neuen Selbstverständnisdiskussion im Fach, zur praktischen Verwertbarkeit in der Bildungsplanung und zur mit der Arbeit verbundenen 'qualifizierten bürgerschaftlichen Wende' ('Aufbruch zum Bürger' durch mehr Bürgerorientierung in der Bildungsplanung und den Einbezug der Bürger als Bildungspartner sowie die Ausbildung einer konsequenten Regionalisierung und Dienstleistungsfunktion) in der politischen Bildungsarbeit leisten.

Zur Arbeit sind zahlreiche Schriften und Aufsätze erschienen, auf die zum Teil am Ende von Band I hingewiesen wird.