Es wurden 68 IranerInnen mit Wohnsitz in Hessen befragt. Die Befragungs- und Auswertungsmethodik basiert im Rahmen qualitativer Sozialforschung auf einem teilstrukturierten Interview mit offenen Fragen.
Die theoretische Annahme, dass Migration zu Veränderungen des ursprünglichen Gleichgewichts von Werten und Normvorstellungen führt und dass solche Veränderungen sich auf den Grad der Teilhabe in der Gastgesellschaft auswirken, ist an die Feldtheorie von Kurt Lewin und die darin beschriebenen Valenzen angelehnt.
Aufgrund der vorliegenden Ergebnisse kann die untersuchte Gruppe als durchschnittlich bis stark integriert bezeichnet werden. Sie scheint jedoch nicht so sehr in die spezifische Kultur der deutschen Gesellschaft als vielmehr in die jedweder modernen Industriegesellschaft integriert zu sein. Die Ess- und Konsumgewohnheiten haben sich kaum verändert, was jedoch dazu führt, dass sie die deutsche Küche kaum kennen. Viele signalisieren Integrationsbereitschaft, beschweren sich aber über, dass die Deutschen zu stark auf Ihre kulturelle Identität bestünden und somit nicht in der Lage seien, anderen Kulturen ausreichende Akzeptanz entgegen zu bringen.">
 

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URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2003/1122/


Der Grad der sozialen Integration iranischer MigrantInnen in der Bundesrepublik Deutschland in Abhängigkeit von ihren Lebensgewohnheiten : ein Statusbericht am Beispiel des Ernährungs- und Konsumverhaltens von im Bundesland Hessen lebenden IranerInnen

Daneshjoo, Shahriar


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Freie Schlagwörter (Deutsch): Integration , Iraner , Ernährungsgewohnheiten , Migration , Identität
Freie Schlagwörter (Englisch): nutrition , integration , emigrants , Iran , habits
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Agrarsoziologie und -beratungswesen
Fachgebiet: Haushalts- und Ernährungswissenschaften - Ökotrophologie
DDC-Sachgruppe: Haushaltswissenschaften
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 17.03.2003
Erstellungsjahr: 2003
Publikationsdatum: 12.06.2003
Kurzfassung auf Deutsch: Gegenstand der Untersuchung ist die Lebenswelt von IranerInnen, die seit längerer Zeit in der Bundesrepublik Deutschland leben und nach ihrer eigenen Einschätzung als "integriert" bezeichnet werden können. Sie befasst sich mit der Beziehung zwischen kultureller Identität und den daraus resultierenden Ernährungs- und Konsumgewohnheiten von IranerInnen sowie deren Einfluss auf ihre Chancen zur sozialen Teilhabe in der neuen "Lebenswelt", Bundesrepublik Deutschland.

Es wurden 68 IranerInnen mit Wohnsitz in Hessen befragt. Die Befragungs- und Auswertungsmethodik basiert im Rahmen qualitativer Sozialforschung auf einem teilstrukturierten Interview mit offenen Fragen.

Die theoretische Annahme, dass Migration zu Veränderungen des ursprünglichen Gleichgewichts von Werten und Normvorstellungen führt und dass solche Veränderungen sich auf den Grad der Teilhabe in der Gastgesellschaft auswirken, ist an die Feldtheorie von Kurt Lewin und die darin beschriebenen Valenzen angelehnt.

Aufgrund der vorliegenden Ergebnisse kann die untersuchte Gruppe als durchschnittlich bis stark integriert bezeichnet werden. Sie scheint jedoch nicht so sehr in die spezifische Kultur der deutschen Gesellschaft als vielmehr in die jedweder modernen Industriegesellschaft integriert zu sein. Die Ess- und Konsumgewohnheiten haben sich kaum verändert, was jedoch dazu führt, dass sie die deutsche Küche kaum kennen. Viele signalisieren Integrationsbereitschaft, beschweren sich aber über, dass die Deutschen zu stark auf Ihre kulturelle Identität bestünden und somit nicht in der Lage seien, anderen Kulturen ausreichende Akzeptanz entgegen zu bringen.