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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-11203
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2003/1120/


Untersuchung der akuten Effekte einer uniatrialen und biatrialen AAT-Herzschrittmacherstimulation auf die Häufigkeit postoperativer Vorhofarrhythmien nach aortokoronarer Bypassoperation : eine prospektiv randomisierte klinische Studie an 90 konsekutiven Patienten mit koronarer Herzerkrankung

Neumann, Thomas


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Freie Schlagwörter (Deutsch): Vorhofflimmern , Herzschrittmacherstimulation , biatriale Herzschrittmacherstimulation , CABG-OP
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim, Abteilung für Kardiologie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 23.05.2003
Erstellungsjahr: 2002
Publikationsdatum: 11.06.2003
Kurzfassung auf Deutsch: Die prospektiv randomisierte Studie hatte folgende Ziele:

Die vergleichende Beurteilung differenter atrialer Stimulationsmethoden bezüglich der Effektivität in der Prävention von Vorhofflimmern bei Patienten nach aortokoronarer Bypassoperation.

Die Untersuchung der Mechanismen der Initialisierung und des Verlaufes von postoperativen Vorhofflimmerns.

Den Vergleich der unterschiedlichen Dauer und die tageszeitliche Abhängigkeit für das Auftreten postoperativen Vorhofflimmerns.

Die Untersuchung der Sicherheit und Zuverlässigkeit der verwendeten Stimulationsmethodik bezüglich einer breiteren klinischen Anwendung.

Die Überprüfung des Vorliegens eventueller proarrhythmischer Effekte durch den verwendeten getriggerten Stimulationsmodus.

Zusammenfassend läßt sich feststellen, dass:

Die aufgezeigten Ergebnisse unserer Untersuchung keine statistisch signifikante Reduzierung der Inzidenz von postoperativen Vorhofflimmern durch eine biatriale Stimulation im AAT-Modus zeigen.

Als Initiierungsmechanismus für Vorhofflimmern in dieser Untersuchung überwiegend die atriale Extrasystolie abgrenzbar ist. Nur dreimalig konnte eine Initiierung durch eine sogenannte kurz-lang-kurz-Sequenz beobachtet werden.

Die Dauer der Vorhofflimmerepisoden individuell erheblich schwankt. Ein Muster im zeitlichen Verlauf des Auftretens der Episoden und der Dauer von Vorhofflimmern läßt sich nicht abgrenzen. Es läßt sich kein Unterschied in der Episodendauer und den verschieden stimulierten Gruppen erkennen.

Die Zuverlässigkeit der verwendeten Stimulationselektroden bezüglich der praktischen Tauglichkeit anhand der durchgeführten Überprüfung der objektiv meßbaren Parameter Stimulationsreizschwellentest, Wahrnehmungsreizschwelle und Stimulationsimpedanz der Elektroden eindeutig aufgezeigt werden kann. Stimulationsbedingte Komplikationen treten durch die biatriale Stimulation nicht auf.

Die Ergebnisse unserer Untersuchung die Sicherheit einer postoperativen biatrialen Stimulation belegen. Beobachtungen bezüglich eines möglichen proarrhythmischen Effektes dieser Therapieform wurden nicht beobachtet.

Mittels präventiver biatrialer postoperativer Stimulation sich keine Verringerung des Krankenhausaufenthaltes der Patienten im Vergleich zur herkömmlichen rechtsatrialen bzw. Patienten ohne Stimulation erreichen läßt.