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Subjektkonstitutionen, Machtverhältnisse, Ästhetiken : Eine Analyse antiker Diskurse im Anschluss an den Strukturalismus Georges Dumézils

Wrana, Daniel


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Freie Schlagwörter (Deutsch): Diskursanalyse , Strukturalismus , Subjektkonstitution , Ästhetik , Macht
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Erziehungswissenschaft, Abteilung Erwachsenenbildung
Fachgebiet: Erziehungswissenschaften
DDC-Sachgruppe: Philosophie
Dokumentart: ResearchPaper (Forschungsbericht, Arbeitspapier)
Zeitschrift, Serie: Studien- und Forschungsberichte der wb.giessen ; 06 / 2001
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2001
Publikationsdatum: 03.06.2003
Kurzfassung auf Deutsch: Eine Frühgeschichte der Subjektivität wie sie Michel Foucault vorgeschlagen
hat, lässt sich um einige Aspekte erweitern, wenn man an die strukturalen
Analysen indoeuropäischer Mythologien von Georges Dumézil anschliesst. In der
folgenden Untersuchung wird das indoeuropäische Denken in der Rekonstruktion
Dumézils mit einem einzelnen Text - Platons 'Politeia' - verglichen. In der
Politeia wird eine bestimmte Denkfigur wieder aufgegriffen, die Dumézil als
eine der Grundstrukturen indoeuropäischen mythologischen Denkens nachgewiesen
hat: die 'Ideologie der drei Funktionen'. Diese kann als differenzielles
Schema verstanden werden, das von den Sprechenden angewendet wird, um die
Welt zu ordnen und das differenzierte Inhaltsfelder produziert. So werden
verschiedene Modelle von Subjektivierung, verschiedene Ãsthetiken,
spezifische Machtkonstellationen hervorgebracht und nach derselben Struktur
geordnet. Die differenzielle Struktur ist Teil der diskursiven Praxis, sie ist
im Diskurs mit einer Reihe weiterer Elemente (Argumentationsstrukturen,
narrativen Strukturen, Metaphern etc.) konstelliert.

Die Analysen wurden auf dem Kongress 'Postmoderne Perspektiven POMO 2000' an
der Universität Erlangen-Nürnberg vorgetragen. Eine stark gekürzte Fassung
dieses Textes ist im Tagungsband erschienen:
Angermüller, Johannes; Bunzmann, Katharina; Nonhoff, Martin (Hg.):
Diskursanalyse. Hamburg: Argument 2001