Giessener Elektronische Bibliothek

GEB - Giessener Elektronische Bibliothek

Hinweis zum Urheberrecht

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-11016
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2003/1101/


Die Auswirkung der Dosisleistung auf den Therapieerfolg der Radiojodtherapie bei funktionellen Schilddrüsenautonomien

Metten, Martin


pdf-Format: Dokument 1.pdf (1.195 KB)

Bookmark bei Connotea Bookmark bei del.icio.us
Freie Schlagwörter (Deutsch): Dosisleistung , Dosis , Radiojodtherapie , Therapieerfolg , Schilddrüsenautonomie
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Radiologie, Abteilung Nuklearmedizin
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 23.04.2003
Erstellungsjahr: 2003
Publikationsdatum: 13.05.2003
Kurzfassung auf Deutsch: Einleitung: Das Ziel dieser Studie bestand darin, die Auswirkungen der Dosisleistung (DL) auf den Therapieerfolg der Radiojodtherapie (RJT) durch retrospektive Analyse der Therapieergebnisse an zwei Gruppen von Patienten mit unterschiedlicher DL während der RJT zu erfassen.

Methoden: Als repräsentatives Maß der DL wurde die im Mittel bis zum Erreichen von 50% der gesamten Herddosis vorliegende DL (=DL50) berechnet. Aus einem Gesamtpool von 820 Patienten wurden 90 Patienten mit uni- oder multifokaler Schilddrüsenautonomie und erreichten Herddosen zwischen 300-400 Gy Gruppen mit hoher (DL50H) und niedriger (DL50L) DL50 zugeordnet. Zur Beurteilung des Erfolgs der RJT wurden vor RJT und 4 Monate nach Therapieende freies Trijodthyronin (FT3), freies Thyroxin (FT4), basales TSH (TSHB) und TSH nach Stimulation (TSHS) untersucht sowie eine semiquantitative Bewertung des thyreoidalen Technetium-Uptakes (TcTU) und fokaler Mehranreicherungen in der Schilddrüsenszintigraphie vorgenommen. Die beiden letzten Parameter wurden in einem Erfolgsscore kombiniert.

Ergebnisse: DL50H und DL50L zeigten vor RJT keine signifikanten Unterschiede in den genannten Parametern, erreichter Herddosis und autonomem Zielvolumen. Posttherapeutisch fand sich ein signifikanter Unterschied bei TSHB mit posttherapeutisch höheren Werten in der DL50H (1,89 +/- 1,49 vs. 1,31 +/- 1,48 mU/l, p < 0.05), bei FT4 war ein Trend zu niedrigeren Werten feststellbar, der allerdings nicht signifikant wurde (13,8 +/- 4,0 vs. 16,1 +/- 6,2 pmol/l, p = 0,09). Zusätzlich bestand eine etwas geringere Anzahl nicht erfolgreicher Therapien (2 vs. 4 Patienten) wie eine etwas höhere Anzahl posttherapeutisch hypothyreoter Patienten (6 vs. 4 Patienten) in dieser Gruppe. Demgegenüber war das posttherapeutische Szintigramm zu bewerten, das in der DL50L eine signifikant höhere Erfolgsrate aufwies (1,60 +/- 0,50 vs. 1,36 +/- 0,45, p = 0,05).

Schlussfolgerung und Ausblick: Die DL50 beeinflusst bei der RJT den Therapieerfolg marginal. Der Einfluss ist allerdings zu gering, um in der praktischen Anwendung der RJT klinische Relevanz zu besitzen. Um letztendlich weitere Aussagen über den Einfluss der DL auf den Therapieerfolg bei der RJT von funktionellen Autonomien machen zu können, würden weitere Studien dieser Art mit einem größeren Umfang an Patienten, die mit einer eventuell niedrigeren Gesamtdosis therapiert wurden, von Bedeutung sein.