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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-10452
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2003/1045/


Vergleichende Untersuchungen zur Stickstoffdüngungsempfehlung bei unterschiedlicher Bodenbearbeitung

Kané, Yahaya


pdf-Format: Dokument 1.pdf (2.337 KB)

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Direktsaat , reduzierte Bodenbearbeitung , Pflug , Bodenstickstoff , Nmin-Düngeempfehlung , SBA-System , Gießener Modell
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Pflanzenernährung
Fachgebiet: Agrarwissenschaften und Umweltmanagement
DDC-Sachgruppe: Landwirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 17.01.2000
Erstellungsjahr: 2001
Publikationsdatum: 20.03.2003
Kurzfassung auf Deutsch: Der Boden 5 hessischer Standorte wurde zwischen 1989 und 1992 auf mineralischen Stickstoff sowie den EUF-Norg-Gehalt untersucht. Auf den Standorten werden bereits langfristig Bodenbearbeitungsversuche u.a. über die Direktsaat, die Grubber- und die Pflugbearbeitung durchgeführt. Auf der Grundlage der erwähnten Bearbeitungsvarianten wurde ein Vergleich der Stickstoffdüngung nach der Nmin-Methode und nach dem Gießener Modell unternommen. Ebenso wurde ein Vergleich der Erträge und des Rohproteingehaltes unterschiedlicher Kulturpflanzen durchgeführt.

Die Untersuchungen zeigten, daß die Pflugbearbeitung im Vergleich zur Direktsaat auf dem nassen Standort (Gießen) und auf dem flachgründigen Standort (Wernborn) zu einer höheren Stickstoffversorgung führte. Im gut strukturierten Boden des Standortes Hassenhausen und auf dem sandigen Standort Bruchköbel war das Gegenteil der Fall. Die Grubbervariante lag überwiegend zwischen beiden ersteren.

In 51% der analysierten Fällen war der Pflanzenertrag bei Düngung nach dem Gießener Modell höher oder gleich dem der Nmin-Methode. Das Gießener Modell war auf gut Strukturierten Böden für die N-Düngung bei Getreide besser geeignet als beim Maisanbau und auf flachen Böden. Der Rohproteingehalt stieg mit der steigenden Stickstoffgabe an.


Fazit:

Der Pflugverzicht bringt bei qualitativ guten und auf sandigen Böden keine Nachteile für die Ertragsbildung. Anhand des Gießener Modells kann der Stickstoffdüngebedarf optimal ermittelt werden. In beiden Fällen wird eine sorgfältige Auswahl der Böden und der Pflanzenarten vorausgesetzt.