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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-10284
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2003/1028/


Einsatz der thorakalen Periduralanästhesie bei Patienten mit großen abdominalchirurgischen Eingriffen : ein Vergleich von kontinuierlichem und intermittierendem Verfahren

Behrendt, Hartmut


pdf-Format: Dokument 1.pdf (1.191 KB)

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Freie Schlagwörter (Deutsch): thorakale Periduralanästhesie , Oberbaucheingriffe , postoperative Schmerztherapie , Kosten
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin des Klinikums der Stadt Ludwigshafen
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 28.01.2003
Erstellungsjahr: 2002
Publikationsdatum: 14.02.2003
Kurzfassung auf Deutsch: In der vorliegenden Studie wurde drei Patientngruppen untersucht, die sich in Allgemeinanästhesie großen abdominalchirurgischen Operationen unterzogen.
Zusätzlich erhielt diePatienten der Graseby-Gruppe intraoperativ 20 µg Sufentanil und postoperativ mit einer patientenkontrollierten Graseby-Pumpe 1 µg Sufentanil / ml in Bupivacain 0,125% mit Basisinfusion über einen thorakalen Periduralkatheter (PDK). In der Bolus-Gruppe bekamen die Patienten während der Operation in den PDK 2 mg Morphin und danach 1 mg Morphin in Bupivacain 0,125% als 10 ml Bolus drei mal pro Tag. Die Kontrollgruppe bekam zur postoperativen Schmerztherapie eine patientenkontrollierten intravenöse Infusionspumpe mit Piritramid.
Untersucht wurde die intraoperative Hämodynamik, perioperative Myokardischämien, die postoperative kognitive Dysfunktion und deren Zusammenhang mit der NSE und dem Protein S-100B. Darüber hinaus die postoperaiven Schmerzen, die Lungenfunktion, die Mobilität, die Darmmotilität, die Zufriedenheit der Patienten und die Kosteneffektivität der Verfahren.
Im Bezug auf Hämodynamik und Myokardschäden sowie NSE und S-100B zeigte sich kein eindeutiger Unterschied. Die Patienten mit kontinuierlicher PDA hatten in den ersten postoperativen Tagen deutlich weniger Schmerzen. Bei der Zufriedenheit, der Mobilität, der Darmmotilität und der Lungenfunktion ergab sich kein deutlicher Unterschied, wobei die Lungenfunktion bei der kontinuierlichen PDA etwas besser war. Die Vigilanz war bei allen Patienten mit PDA deutlich besser als in der Kontrollgruppe.
Durch hohen Personalaufwand verursachte die intermittierende PDA die höchsten Kosten. Bei besserer Vigilanz und besserer Analgesie in den ersten postoperativen Tagen zeigte die kontinuierliche PDA die beste Kosteneffektivität. Die patientenkontrollierte intravenöse Analgesie hatte ähnliche Kosten wie die kontinuierliche PDA, dabei aber die schlechtere Vigilanz der Patienten und die schlechtere Analgesie.