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Kardiovaskuläre Veränderungen bei Frauen unter Therapie mit dem Gonadotropin-Releasing-Hormon-Analogon Enantone-Gyn® bei Endometriose

Cardiovascular responses to GnRH-analogue-therapy in women with endometriosis

Tuschen, Marion


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-10134
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2003/1013/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Kardiovaskuläres System , Endometriose , Östrogen , Echokardiographie
Freie Schlagwörter (Englisch): cardiovascular , endometriosis , estrogen , echocardiography
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinischen Zentrum für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Klinikums
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 19.12.2002
Erstellungsjahr: 2001
Publikationsdatum: 28.01.2003
Kurzfassung auf Deutsch: Ziel der Arbeit war es, herauszufinden, ob es unter einer sechsmonatigen Therapie mit dem GnRH-Analogon Enantone-Gyn® bei Frauen mit Endometriose echokardiographische oder durch Venenverschlußplethysmographie nachweisbare Veränderungen an Herz und Kreislauf gibt.

Methode: Durchgeführt wurde eine serielle Untersuchung bei der vor Therapie, sowie eine, fünf, neun und 22 Wochen nach Therapiebeginn Blutdruck, Herzfrequenz, Schlagvolumen, Herzminutenvolumen, Herzindex, Totaler Peripherer Widerstand, venöse Kapazität und Compliance bestimmt wurden. Zum Einsatz kamen Echokardiographie, Venenverschlußplethysmographie, EKG und automatische Blutdruckmessung mit einem Dynamap-Gerät. Gleichzeitig wurden Serumhormonkontrollen durchgeführt. Das GnRH-Analogon Leuprorelinacetat wurde monatlich subcutan injeziert.

Ergebnisse: Während der sechmonatigen Therapie ergaben sich keine Veränderungen des Blutdrucks oder der venösen Kapazität und Compliance. Es ergaben sich allerdings signifikante Veränderungen der Herzfrequenz in Abhängigkeit von den Serumöstrogenwerten. Die Veränderungen von Herzminutenvolumen, Herzindex und Totalem Peripherem Widerstand sind nicht signifikant, zeigen aber eine eindeutige Tendenz.

Schlussfolgerung: Unter einer sechsmonatigen Therapie mit GnRH-Analoga kommt es zu keinen bleibenden echokardiographisch messbaren Veränderungen. Es zeigen sich aber direkte Effekte der Östrogene auf das kardiovaskuläre System in Form einer Erhöhung von Herzfrequenz, Herzminutenvolumen und Herzinex und einem erniedrigten Totalen Peripheren Widerstand bei hohen Östrogenwerten, sowie umgekehrt einem erhöhten peripheren Widerstand mit Verminderung von Herzfrequenz, Herzminutenvolumen und Herzindex bei erniedrigten Serumöstrogenwerten.
Kurzfassung auf Englisch: Objective: To test the hypothesis that GnRH-analogue treatment alters cardiovascular function during six months of therapy.

Methods: Serial estimates of blood pressure (BP), heart rate (HR), stroke volume (SV), cardiac output (CO), cardiac index (CI), total peripheral resistance (TPR) and venous capacitance (VC) were obtained before and 1, 5, 9 and 22 weeks after beginning GnRH-analogue therapy with a subcutaneus injection of 3,75 mg Leuprorelinacetat monthly. The examinations were conducted using EKG,
automated blood pressure measurement (Dynamap), echocardiography and plethysmography.

Results: GnRH-analogue treatment did not alter BP or VC. There are significant changes in HR parallel to the estrogen levels. The changes in CO, CI and TPR that occur are not significant but show a clear tendency.

Conclusion: Six months of therapy seem to have no mesurable changes on heart and vessels if evaluated by echocardiography but there are direct effects of estrogen on the cardiovascular system.
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