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Der Einfluß perinataler Hirnblutungen auf die psychomotorische Entwicklung reifgeborener Kinder

Kowalewsky, Gabriele Regina


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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Frauenheilkunde und Geburtshilfedes Klinikums
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 21.10.2002
Erstellungsjahr: 2002
Publikationsdatum: 04.12.2002
Kurzfassung auf Deutsch: Es wurde eine prospektive matched-pair-Studie mit Kindern der Jahrgänge 1982-1986 durchgeführt, die eine mittels Ultraschall
diagnostizierte perinatale Hirnblutung erlitten hatten. Von 39 reifgeborenen Kindern mit perinataler Hirnblutung hatten 28 eine Hirnblutung I.
Grades, neun eine Blutung II. Grades, zwei eine Blutung III. Grades. Mit den zugehörigen 37 Kontrollkindern wurden sie im Alter von drei bis
sechs Jahren mit dem Kramer-Intelligenztest, dem Labyrinth-Test, dem Körperkoordinationstest für Kinder und einer neurologischen
Prüfung (modifiziert nach B. C. L. Touwen) untersucht. Die statistische Auswertung der erhobenen Daten erwies die Aussagekraft für
Apgarwerte der ersten und der fünften Minute bezüglich des Auftretens einer Hirnblutung; Hirnblutungen traten signifikant häufiger nach
Gestosen auf. Eine Hirnblutung beeinträchtigte bei reifgeborenen Kindern im weiteren Verlauf nur Feinmotorik und Koordination;
Grobmotorik, Intelligenz und die Ergebnisse der neurologischen Nachuntersuchung wurden nicht beeinflußt. Die Ausdehnung einer Blutung
korrelierte mit abweichender Geburtslage, außerdem mit Frühgeburtlichkeit, Wachstumsretardierung und Mehrlingsschwangerschaft. Nach
Hirnblutung werden oft Zeichen einer sogenannten 'minimal brain dysfunction' festgestellt, die bei Frühgeborenen meist stärker ausgeprägt
sind. Schwerbehinderung und letaler Ausgang treten besonders bei extremer Frühgeburtlichkeit und bei hohem Blutungsgrad sowie nach
komplizierter Geburtslage oder pathologischem Cardiotokogramm auf; meist sind dann auch die Apgarwerte vermindert. Komplikationen
wie Hydrocephalus, periventrikuläre Leukomalazie und Porenzephalie treten meist nach höhergradiger Blutung und bei Frühgeborenen auf.
Kurzfassung auf Englisch: A prospective matched-pair study was made including children born between 1982 and1986 who suffered perinatal hemorrhage stated by
cranial ultrasound. Of 39 children born at term with perinatal hemorrhage, 28 showed hemorrhage of the Ist, 9 of the IInd , and 2 of the IIIrd
degree. These children and the 37 found as matching without perinatal hemorrhage underwent the Kramer Intelligence test, a Labyrinth test,
the Children`s Body Coordination test, and a neurologic examination according to B. C. L. Touwen at the age of 3 to 6 years. Statistic
evaluation showed prognostic value of the Apgar scores of the 1st and 5th minute as to the incidence of perinatal hemorrhage; it also
occurs more often after gestosis. Perinatal hemorrhage in children born at term only impairs fine motor abilities; intelligence, coarse motor
abilities, and neurologic findings are not affected. The extent of perinatal hemorrhage correlates with complicated fetal position at birth, with
preterm birth, retardation of growth in utero, and twin or triplet pregnancy. Following perinatal hemorrhage we often find so-called 'minimal
brain dysfunctions'; those are more distinct in preterm born children. Major handicaps and death occur mostly because of extremely
premature birth, high degree hemorrhage, complicated fetal position at birth, and pathologic cardiotocography. Also Apgar scores are low
then. Complications as hydrocephalus, periventricular leucomalacia, and porencephaly also take place with high degree hemorrhage and
preterm birth.