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Richtung und Ausmaß von Kiefergelenksveränderungen bei der Herbst-Behandlung : Eine röntgenkephalometrische Langzeituntersuchung

Fischer, Svenja-Natascha


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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Abt. Kieferorthopädie des Klinikums
Fachgebiet: Zahnmedizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 05.08.2002
Erstellungsjahr: 2002
Publikationsdatum: 04.12.2002
Kurzfassung auf Deutsch: Die Herbst-Apparatur ist ein festsitzendes bimaxilläres 'Jumping'-Gerät zur Behandlung des Distalbisses. Unabhängig von der
Kooperationsbereitschaft des Patienten wird der Unterkiefer bei der Behandlung mechanisch kontinuierlich in einer protrudierten Lage
gehalten.

Untersucht wurde Richtung und Ausmaß von Kiefergelenksveränderungen (Fossaverlagerung, Kondyluswachstum, 'effektive'
Kiefergelenksveränderung), Kinnlageveränderung sowie Unterkieferrotation während und nach einer Herbst-Behandlung. 35 Klasse
II:1-Dysgnathien (23 männliche, 12 weibliche) mit einem Durchschnittsalter von 13 Jahren, bei denen eine Behandlung mit der
Herbst-Apparatur durchgeführt worden war, wurden röntgenkephalometrisch begutachtet. Von allen Herbst-Probanden lagen
mundgeschlossene sowie mundoffene Fernröntgenseitenbilder des Kopfes zu vier definierten Untersuchungszeitpunkten vor: vor der
Herbst-Behandlung, nach 7,5-monatiger Behandlung, 7,5 Monate nach Behandlungsabschluss und 3 Jahre nach Behandlungsabschluss.
Zum Vergleich standen außerdem mundgeschlossene und mundoffene Fernröntgenseitenbilder einer Kontroll-Gruppe von 12
unbehandelten männlichen Klasse II:1-Probanden für den Zeitraum von vor und nach der Behandlung zur Verfügung.

Die Untersuchung konnte zeigen, dass durch die Herbst-Apparatur Richtung und Ausmaß von Kiefergelenksveränderungen vorübergehend
günstig beeinflusst werden, um eine Kinnvorverlagerung bei Klasse II:1-Dysgnathien zu fördern: (1) Verlagerung der Fossa articularis in
anteriore Richtung, (2) Stimulierung des Kondyluswachstums, -speziell in posteriore Richtung. Dabei führt die Herbst-Behandlung zu keiner
ungünstigen posterioren Unterkieferrotation, die einer Kinnvorverlagerung entgegenwirkt.