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Korrelate kindlicher Schlafstörungen am Ende des ersten Lebensjahres

Schultz, Claudia


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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Psychosomatische Medizin, Abt. Medizinische Psychologie des Universitätsklinikums
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 27.02.2002
Erstellungsjahr: 2002
Publikationsdatum: 29.11.2002
Kurzfassung auf Deutsch: Das Ziel dieser Studie ist es, die Zusammenhänge des Schlafverhaltens einjähriger Kinder mit elterlichen Persönlichkeitsmerkmalen,
Temperamentseigenschaften des Kindes und dem Cortisolspiegel, als endokrine Stressantwort des Kindes aufzuzeigen.


Die Mütter führten ein 24-stündiges Tagebuch der Schlaf-Wachphasen an 7 Tagen, im Anschluß wurde ein strukturiertes Interview zum
Schlafverhalten des Kindes geführt und zur Cortisolbestimmung der Urin des Vormittags gesammelt und 3 Speichelproben (8.00h, 13.00h,
18.00h) gewonnen. Zur Erfassung der Persönlichkeitsmerkmale Hoffnungslosigkeit, Depressivität, Erschöpfung und Erziehungseinstellung
der Mutter wurden die H-Skala (Beck et.al.), der Giessener Beschwerdebogen (Brähler&Scheer) und der EMKK (Engfer et.al.) verwendet.
Daten zum frühkindlichen Temperament wurden über die deutschsprachige Adaptation des Infant Behavior Questionnaire von Rothbart
erfasst.


Es ergaben sich folgende Bedingungsgefüge: Häufiges Aufwachen pro Nacht des Kindes geht einher mit einem größeren Gefühl der
Erschöpfung der Mutter. Kinder mit häufigerem negativen Ausdrucksverhalten bei Einschränkung schlafen insgesamt weniger. Mütter, die
sich erschöpfter fühlen, beschreiben ihr Kind häufiger negativ in seinen Emotionen bei Einschränkung. Die Kinder, die nachts weniger
schlafen, haben einen höheren Cortisolwert morgens im Speichel. Kinder von Müttern, die sich als erschöpfter beschreiben, haben
ebenfalls ein höheres Cortisol morgens im Speichel. Kinder mit vermehrter negativer Emotionalität bei Einschränkung und kürzerem
Nachtschlaf haben einen höheren Cortisolspiegel. Wenn die Eltern ihr Kind wach und alleine einschlafen lassen und beim Wachwerden
nachts auf konditionierendes Verhalten (Füttern, Wickeln, mit ins eigene Bett nehmen) verzichten, schlafen die Kinder v.a. nachts mehr und
wachen weniger häufig auf.