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Überprüfung von Effekten der Medizinischen Resonanz Therapie Musik

Losch, Tanja


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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Psychosomatische Medizin des Klinikums
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 30.07.2002
Erstellungsjahr: 2002
Publikationsdatum: 11.11.2002
Kurzfassung auf Deutsch: In dieser Doktorarbeit wird die Wirkung der 'Medizinischen Resonanz Therapie Musik®' (MRTM®) auf Hauterkrankungen wie etwa die
Neurodermitis untersucht. Laut Peter Hübner, Begründer der MRTM®, beeinflussen speziell komponierte 'Musikpräparate' bestimmte
Hauterkrankungen positiv. Die vorliegende Untersuchung zeigt jedoch, dass lediglich ein unspezifischer Entspannungseffekt festgestellt
werden konnte, nicht jedoch eine darüber hinaus gehende eindeutige Wirksamkeit der MRTM® auf die Krankheitsbilder. Damit trifft die
Unterstellung Hübners, dass eine bestimmte Musik eine bestimmte Krankheit heilen kann - und zwar unabhängig von den Vorlieben und
Erfahrungen des hörenden Individuums - nicht zu. Führende MusiktherapeutInnen halten gerade die Berücksichtigung der individuellen und
subjektiven Erfahrungen der PatientInnen mit Musik für den Behandlungserfolg für sehr wichtig. Die Anwendung eines Musikstücks auf
gleichermaßen alle PatientInnen erscheint also fragwürdig.

Diese Untersuchung bezieht sich speziell auf die Anwendbarkeit der MRTM® auf die drei Hauterkrankungen Neurodermitis, Psoriasis
vulgaris und Vitiligo. Diese Erkrankungen treten weltweit auf. So leiden bis zu 14 Prozent der Weltbevölkerung an Neurodermitis, etwa fünf
Prozent sind von der Psoriasis vulgaris und nahezu zwei Prozent von der Vitiligo betroffen.

Die vorliegende Untersuchung ist eine prospektive randomisierte Therapievergleichsstudie. 60 PatientInnen mit der Diagnose
Neurodermitis, Psoriasis vulgaris oder Vitiligo wurden auf eine Verum- und eine Kontrollgruppe verteilt und der Therapieerfolg nach 21
Tagen anhand verschiedener somatischer und psychologischer Parameter gemessen. Zu den erfassten Konstanten gehörten der
Schweregrad der Hautsymptomatik, Blutdruck und Puls, allgemeine kognitive Fähigkeiten zur Krankheitsbewältigung und spezielle zur
Bewältigung von Hilflosigkeit bei Juckreiz. Erfasst wurden darüber hinaus Tendenzen, die eigene Person in den Fokus der Aufmerksamkeit
zu rücken, etwa die Fähigkeit sich selbst zum Gegenstand von Wahrnehmung und Reflexion machen zu können. Außerdem wurden die
momentane, subjektive Befindlichkeit und die Veränderungen im Erleben und Verhalten gemessen. Die PatientInnen der Verumgruppe
nahmen im Therapiezeitraum drei mal täglich an einer halbstündigen Gruppensitzung teil, in der die MRTM® vorgespielt wurde. Zu den
gleichen Zeiten führten die PatientInnen der Kontrollgruppe Tätigkeiten aus, die sie selbst als entspannend bezeichneten (Ruhen,
Spazierengehen usw.). Beide Gruppen erhielten ansonsten die Standardtherapie der Klinik. In den zwei Gruppen stellte man
gleichermaßen positive Effekte der Standardbehandlung auf die abhängigen Variablen fest.