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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-8433
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2002/843/


Das Auftreten einer neurodermitisähnlichen Dermatitis bei Kindern nach Herztransplantation im ersten Lebensjahr unter Cyclosporin A

Passoth, Peter René


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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Psychosomatische Medizin des Universitätsklinikums Gießen
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 05.02.2002
Erstellungsjahr: 2002
Publikationsdatum: 28.10.2002
Kurzfassung auf Deutsch: Einleitung: Im ersten Lebensjahr herztransplantierte Kinder scheinen klinischen Beobachtungen zufolge überzufällig häufig trotz
immunsuppressiver Therapie mit Cyclosporin A (CyA) Neurodermitis (ND) zu entwickeln.



Ziel dieser Studie: Klärung der Frage, inwiefern Kinder mit Herztransplantation (HTX) im ersten Lebensjahr überzufällig häufig ND
entwickeln.



Methoden: In der vorliegenden Studie untersuchten wir konsekutiv 41 Kinder (Alter: 5 Monate – 17 Jahre) nach HTX. N = 27 Kinder
wurden im ersten Lebensjahr herztransplantiert (Gruppe 1), n = 7 Kinder nach dem ersten Lebensjahr (Gruppe 2) und n = 7 Kinder hatten
eine der HTX ähnlich große Herzoperation erhalten und dienten als Kontrollgruppe (Gruppe 3).


Die Neurodermitis (ND) wurde sowohl anhand der Kriterien nach Hanifin und Rajka als auch unter Zuhilfenahme des Erlanger
Atopie-Scores und des ND-Schweregrad- Indexes beurteilt. Zusätzlich wurden IgE, IL-4 und ECP gemessen.



Ergebnisse: ND wurde bei 11 von 27 Kindern mit HTX im ersten Lebensjahr diagnostiziert, während in den beiden anderen
Studiengruppen keine ND festgestellt wurde.


IgE, ECP und IL-4 waren in Gruppe 1 erhöht, im Vergleich mit den Gruppen 2 und 3 jedoch nicht signifikant.



Schlussfolgerung: Im ersten Lebensjahr herztransplantierte Kinder scheinen trotz Immunsuppression häufiger ND zu entwickeln als
Kinder mit HTX nach dem ersten Lebensjahr und auch häufiger als jene Kinder, die einen organerhaltenden Eingriff hatten. Es bleibt
zunächst ungeklärt, ob ein chirurgischer Eingriff innerhalb des ersten Lebensjahres mit nachfolgender Immunsuppression eine Veränderung
der Reaktivität des Immunsystems dieser Kinder im Sinne einer ND bewirkt im Vergleich zu älteren Kindern.
Kurzfassung auf Englisch: Background: Children undergoing heart transplantation (HTX) in the first year of life appear in clinical observation to develop atopic
eczema (AE) at an above-chance frequency despite immunosuppressive therapy with Cyclosporin A (CsA).



Objective: A clinical study to clarify the extent to which children undergoing heart transplantation in the first year of life develop AE with
above-chance frequency.



Methods: In this study, we examined 41 consecutive children (5 months – 17 years) after HTX. N = 27 children underwent HTX in the first
year of life (Group 1), n = 7 after the first birthday (group 2) and n = 7 children with cardiac surgery other than HTX in the first year of life
served as control group (group 3). The AE was recorded with the Hanifin-Rajka criteria, the Erlanger Atopy score and an AE severity score.
In addition, IgE, IL-4, and eosinophil cationic protein (ECP) were measured.



Results: AE was diagnosed in 11/27 children with HTX in the first year of life. No AE was diagnosed in the other two groups. IgE, ECP
and IL-4 were elevated in group 1, but not significantly compared to groups 2 and 3.



Conclusion: Children undergoing HTX prior to the first birthday apparently develop AE more frequently than children with HTX performed
after the first birthday and also more frequently than children undergoing organ-preserving procedures, despite immunotherapy. It remains
open whether a surgical procedure within the first months of life with subsequent immunosuppression causes an alteration in the reactivity
of the immune system in these children compared to older children which promotes the occurrence of AE despite immunosuppression.