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Lokalisation und Charakterisierung verschiedener antigener Kohlenhydratepitope des Trematoden Schistosoma mansoni

Bausch, Tobias


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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinische Betriebseinheit, Biochemisches Institut des Universitätsklinikums
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 09.09.2002
Erstellungsjahr: 2002
Publikationsdatum: 11.10.2002
Kurzfassung auf Deutsch: Die Lokalisation verschiedener antigener Epitope bei S. mansoni und die Eigenschaften der eingesetzten Antikörper waren Kernpunkte
dieser Arbeit. Es konnte auf einfache Art und Weise gezeigt werden, wie unterschiedliche Glycoepitope bezüglich ihrer Verankerung auf
Lipiden oder Proteinen zu unterscheiden sind und welche Unterschiede sie morphologisch aufzeigen.



Es konnten 3 unterschiedliche Gruppen monoklonaler Antikörper identifiziert und näher charakterisiert werden. Zwei Gruppen erkannten
antigene Epitope von Glycolipiden unterschiedlicher Entwicklungsstadien, die dritte Gruppe erkannte LeX-Epitope, die bei Cercarien auf
Lipiden, bei adulten Würmern auf Proteinen nachgewiesen wurden.



Im Gefrierschnitt färbte die letztere Gruppe den Darm, die zweite Gruppe eine unterhalb der Körperwandmuskulatur gelegene Struktur und
eine weitere das gesamte Parenchym an, wobei die beiden letzteren glycolipidgebundene Epitope und erstgenannte glycoproteingebunde
Epitope waren. Damit war die Gruppierung, die sich aufgrund der Untersuchungen mittels ELISA und HPTLC ergab, auch hinsichtlich des
Anfärbemusters im Gefrierschnitt nachzuvollziehen.



Im Detail zeigte sich bei einem der glycolipiderkennenden mAK der zweiten Gruppe morphologisch eine Struktur, die nicht eindeutig
zuzuordnen war. Es könnte sich sowohl um Nervengewebe, als auch um Drüsengewebe handeln.



Weiterhin wurde gezeigt, daß neben den schon bekannten und häufig beschriebenen LeX-Epitopen auch LeA-Epitope auf Gefrierschnitten
von Schistosoma mansoni nachweisbar sind. Sie könnten ähnlich wie LeX einen Beitrag zur Immunmodulation/Immunevasion des
Parasiten leisten. Ihre letztendliche Bedeutung bleibt jedoch abzuwarten.