Giessener Elektronische Bibliothek

GEB - Giessener Elektronische Bibliothek

Hinweis zum Urheberrecht

Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-8371
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2002/837/


Nasale Potentialdifferenzmessung : Zum Einfluß von körperlicher Belastung, Kaltluftexposition und Amiloridpulver

Krahl, Andreas Johannes Alfred


pdf-Format: Dokument 1.pdf (1.254 KB)

Bookmark bei Connotea Bookmark bei del.icio.us
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Selbständiger Funktionsbereich Pädiatrische Pneumologie und Allergologie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 22.08.2002
Erstellungsjahr: 2002
Publikationsdatum: 11.10.2002
Kurzfassung auf Deutsch: Einleitung: Ziel dieser Arbeit war es, zum einem den Stellenwert der Potentialdifferenz im Vergleich mit anderen diagnostischen
Methoden zu belegen, zum anderen den Einfluß verschiedener Faktoren wie körperliche Belastung, Kälte und Amiloridpulver festzustellen.



Methode: Die Potentialdifferenz wurde mit Hilfe eines modifizierten klassischen Versuchsaufbaus nach Boucher registriert.



Ergebnisse: Man konnte eine deutliche Sensitivitätserhöhung durch die zusätzliche Durchführung einer Potentialdifferenzmessung in
Ergänzung zu einer anderen Diagnostikmethode (Iontophorese, Pankreaselastase, Genanalyse) erreichen. Unter diesen Bedingungen
werden nur wenige Patienten unerkannt bleiben. Die Sensitivität bzw. Spezifität hängt von den jeweils verwendeten Grenzwerten ab und
liegt bei -40 mV als Trennwert bei 91,2 %(Sens.)/ 82,1 % (Spez.) bzw. bei einem Trennwert von –45 mV bei 76,4 %/ 93,2 %.


Die Fahrradergometrie führte bei den Gesunden zu einem signifikanten Anstieg der Potentialdifferenz von – 25,7 mV auf –31,1 mV. Bei
den CF-Patienten wurde sowohl unter Fahrradergometrie (mit oder ohne Kaltluftbelastung), ebenso wie bei den Gesunden unter
Ergometrie mit Kaltluftbelastung keine signifikante Änderung festgestellt.


Durch Gabe von Amiloridpulver ließ sich die Potentialdifferenz senken. Dieser Effekt war dosisabhängig. Desweiteren wurde die Dauer
des Potentialdifferenzabfalls überprüft bei den Gruppen mit 3 bzw. 6 Hub Pulveramilorid. Dabei zeigte sich, daß der Abfall bei 6 Hub
Pulveramilorid im Mittel um 31,4 min länger anhält als bei der Gruppe mit 3 Hub.



Fazit: Die Ergebnisse belegen, daß eine Potentialdifferenzmessung als zusätzliches Diagnostikum gerade bei grenzwertigen Befunden
mit anderen Untersuchungsmethoden sehr hilfreich ist.


Eine körperliche Belastung läßt keine Trennung zwischen den beiden Gruppen zu, sondern führt im Gegenteil zu einer stärkeren Unschärfe.
Deswegen sollte die Potentialdifferenzmessung möglichst an einer ruhigen, entspannten Versuchsperson durchgeführt werden.


Es läßt sich ein vergleichbarer Abfall der Potentialdifferenz durch die Applikation von Amilorid in Trockenform erreichen, wie durch Amilorid
als Feuchtinhalation.