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Deutsche Überprüfung, Validierung und Veränderungssensitivitätsprüfung des Hautfragebogens Skindex-29

Schroth, Michael Joachim


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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Psychosomatische Medizin des Klinikums
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 29.05.2002
Erstellungsjahr: 2002
Publikationsdatum: 11.09.2002
Kurzfassung auf Deutsch: Das Ziel der vorliegenden Studie war die Überprüfung, Validierung und Veränderungssensitivitätsprüfung der von Augustin et al. 1998 in
das Deutsche übersetzten Version des Hautfragebogens Skindex -29. Die Untersuchung erstreckte sich über den Zeitraum Januar bis Juli
1999 und wurde in der TOMESA-Fachklinik in Bad Salzschlirf (Leiter: Prof. Dr. W. Küster) durchgeführt. Zielgruppe der Untersuchung
waren Patienten mit der gesicherten Diagnose atopische Dermatitis oder Psoriasis. Die Patienten erhielten bei ihrer stationären
Aufnahme zwei Fragebogensätze ausgehändigt (einen zum Erfassen ihres Zustands bei stationärer Aufnahme und einen zum Erfassen
ihres Zustands bei Entlassung), wurden kurz instruiert und gebeten, die Fragebogensätze kurz vor ihrer Abreise vollständig ausgefüllt
wieder abzugeben. Als Meßinstrumente kamen im Fragebogen-Satz 1: Freiburger Lebensqualitätsfragebogen für Hauterkrankungen
(FLQA-d), Skindex-29, Toronto Alexithymie Skala-26 (TAS-26), Marburger Hautfragebogen (MHF) und ein soziodemographischer
Fragebogen zum Einsatz. Im Fragebogen-Satz 2: FLQA-d, Skindex-29 und MHF. Zusätzlich wurde von den Stationsärzten der somatische
Schweregrad der Erkrankung bei Aufnahme und bei Entlassung mittels PASI-/ bzw. AEASI-Score dokumentiert. Insgesamt wurden 177
Patienten mit der gesicherten Diagnose atopische Dermatitis oder Psoriasis in die Studie aufgenommen, 121 davon (Psoriasis n=108,
atopische Dermatitis n=13) gaben die Fragebogensätze vollständig ausgefüllt zurück (Rücklaufquote 68,4%). Die
Hauptkomponentenanalyse mit Varimaxrotation ergab eine 3-Faktorenlösung (63,6% der Varianz werden aufgeklärt) auf Grundlage von 29
Items. Dies deckt sich mit den Vorgaben des amerikanischen Originals (Chren et al., 1997). Für die interne Konsistenz konnten gute Werte
ermittelt werden (alpha=0,87 bis 0,94), die ebenfalls das Niveau der Originalarbeit erreichen. Bei der Untersuchung von Korrelationen des
Skindex-29 zu anderen etablierten Hautfragebögen, wie dem Freiburger Fragebogen zur Lebensqualität bei Dermatosen (FLQA-d,
Augustin et al., 1998) zeigen sich logische Zusammenhänge. Sinnverwandte Skalen haben die höchsten Korrelationen zueinander. Der
Fragebogen zeigte sich hinsichtlich seiner Verlaufssensitivität als reagibel, was in Form der Abnahme der klinischen Scores (PASI /
AEASI) nachzuvollziehen ist. Aufgrund der guten Ergebnisse bezüglich Reliabilität und Validität ist eine klinische Anwendung des
Fragebogens gerechtfertigt und er ist für die Erfassung von Therapieverläufen einsetzbar.


In weiteren Untersuchungen mit anderen dermatologischen Krankheitsbildern wäre eine Überprüfung wünschenswert, inwieweit der
Fragebogen auch für andere Diagnosen die hautspezifische Lebensqualität gut abbildet.