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CA 12-5, CA 15-3 und CEA - Expression und prognostische Bedeutung beim Ovarialkarzinom

Knauf, Anne Gerlinde


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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Klinikums
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 27.06.2002
Erstellungsjahr: 2002
Publikationsdatum: 07.08.2002
Kurzfassung auf Deutsch: Das Ovarialkarzinom ist als dritthäufigstes Genitalmalignom der Frau die häufigste Todesursache infolge gynäkologischer Erkrankungen,
wobei es in den letzten 20 Jahren keine wesentliche Änderung der Neuerkrankungsrate gegeben hat. Um den Patientinnen ggfs. eine noch
Prognose-orientiertere und Risiko-adaptiertere Therapie zu ermöglichen, wurden die drei Tumormarker CA 12-5, CA 15-3 und CEA auf
eine mögliche prognostische Bedeutung hin untersucht. Grundlage dieser Arbeit sind die Krankenakten und die an der Frauenklinik und am
Institut für Pathologie der Justus-Liebig-Universität Gießen in Paraffin archivierten Gewebeblöcke von 221 Patientinnen, die zwischen 1982
und 1996 wegen eines epithelialen Ovarialkarzinoms hier behandelt wurden und für die ein sorgfältig erhobenes klinisches Follow-up
vorliegt. Mit Hilfe des sogenannten APAAP-Verfahrens (alkalische Phosphatase anti-alkalische Phosphatase) wurde die tumorzelluläre
Expression der Tumorantigene CA 12-5, CEA und CA 15-3 in den Tumorgeweben aller Patientinnen untersucht. Außerdem wurde die
tumorzelluläre Expression von CA 12-5 mit dem Nachweis des korrespondierenden Antikörpers im Serum in 38 von 221 Fällen verglichen.
Für das Kollektiv mit tumorzellulärer CA 12-5-Expression fanden sich hier wesentlich höhere Serum-CA 12-5-Durchschnittswerte als für
das Kollektiv ohne tumorzelluläre Expression des Markers. Für alle drei untersuchten Tumormarker zeigte sich im Gesamtkollektiv der
Patientinnen mit Hilfe der Kaplan-Meier-Überlebenszeitanalyse keine Abhängigkeit der Überlebenszeit von der Stärke der tumorzellulären
Expression der jeweiligen Marker. Für CA 12-5 und CA 15-3 zeigten sich jedoch im Hoch-Risiko-Kollektiv der Patientinnen mit
postoperativem Resttumor deutliche Überlebensvorteile für die Patientinnen mit starker tumorzellulärer Expression des jeweiligen Markers.
Als mögliches Prognosekriterium für CA 12-5-positive Tumoren spielt offenbar auch die Lokalisation der zellulären Expression eine Rolle.
Bedeutende Überlebensvorteile bestehen hier für apikale Expression im Vergleich zu rein zytoplasmatischer und gesamtmembranöser
Antigenlokalisation, wobei insbesonders letztere mit aggressivem Tumorwachstum assoziiert war.


CEA wurde fast ausschließlich von muzinösen Tumoren exprimiert. Seine Verwendung scheint deshalb hauptsächlich zur
Tumorsubtypisierung sinnvoll.