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Entwicklung hochspezifischer radioimmunometrischer Methoden zur Bestimmung von Human-ß-Endorphin (1-31), (1-27) und (1-26)

Hell, Kornelia


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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinische Betriebseinheit, Rudolf-Buchheim-Institut für Pharmakologie des Klinikums
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 27.03.2002
Erstellungsjahr: 2002
Publikationsdatum: 18.06.2002
Kurzfassung auf Deutsch: Das Opioidpeptid ß(beta)H-Endorphin (1-31) wurde hinsichtlich seiner Biosynthese und Struktur, seinem Vorkommen und seiner Wirkung
intensiv untersucht. Wenig wissen wir über die beiden ß(beta)H-Endorphin (1-31)-Fragmente ß(beta)H-Endorphin (1-27) und (1-26). Was
die physiologische Bedeutung von ß(beta)H-Endorphin (1-31) und seine Fragmente betrifft, gibt es hierzu zwar Hinweise, insbesondere
das Immunsystem betreffend, trotzdem konnten bis jetzt keine eindeutigen Beweise für eine immunologische Funktion erbracht werden.
Eine Ursache hierfür ist sicherlich methodischer Art. Auf der Suche nach der physiologischen Bedeutung des ß(beta)H-Endorphins wurde
häufig nach Korrelationen bestimmter Stressoren mit den Konzentrationen des ß(beta)H-Endorphins im Plasma gesucht. Da
ß(beta)H-Endorphin jedoch nicht spezifisch bestimmt werden konnte, wurde in den meisten Studien "ß(beta)H-Endorphin-immunoreaktives
Material" nachgewiesen. Hierunter fallen neben authentischem ßH-Endorphin, d.h. ß(beta)H-Endorphin (1-31), bis zu 10
ß(beta)H-Endorphin-Derivate. Da all diese Endorphine unterschiedliche Funktion besitzen können, ist es verständlich, dass Versuche zur
Klärung ihrer Funktion u.a. daran scheiterten, dass bei der o.g. Suche nach Korrelationen der "Korrelatparameter
ß(beta)H-Endorphin-Konzentration" nie eindeutig definiert war. Deshalb sollten hochspezifische und hochempfindliche Nachweismethoden
für die Bestimmung von authentischem ß(beta)H-Endorphin (1-31), (1-27) und (1-26) entwickelt werden und diese probenweise zur
Bestimmung der Opioidpeptide in Immunzellen des peripheren Blutes des Menschen eingesetzt werden. Dies gelang durch die
Entwicklung eines Festphasen- als auch mehrerer Flüssigphasen-Two-site-Radioimmunoassays. Die entwickelten Assays wurden
charakterisiert und durch die Untersuchung der Spezifität nachgewiesen, dass es sich um hochspezifische Nachweismethoden handelte.
Die Bindungsparameter KD und Bmax der Assays wurden bestimmt (Scatchard-Analyse). Schließlich wurde die neu entwickelte Methode
zum Nachweis von authentischem ß(beta)H-Endorphin (1-31) zur Untersuchung von unstimulierten und stimulierten peripheren
mononuclearen Zellen des menschlichen Blutes (PBMC) eingesetzt. Es gelang der Nachweis von authentischem ß(beta)H-Endorphin
(1-31). Die Anwendbarkeit des Flüssigphasen-Assays zur Bestimmung von ß(beta)H-Endorphin (1-31) steht inzwischen außer Zweifel. Es
handelt sich um die erste radioimmunometrische, d.h. für große Probenkontingente einsetzbare Nachweismethode zur Bestimmung von
authentischem ß(beta)H-Endorphin (1-31).