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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-7498
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2002/749/


Veränderungen der Beißkraft nach Erneuerung oder Unterfütterung totaler Prothesen

Leyka, Ammar


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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Abteilung der zahnärztlichen Prothetik des Universitätsklinikums Giessen
Fachgebiet: Zahnmedizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 08.05.2002
Erstellungsjahr: 2002
Publikationsdatum: 23.05.2002
Kurzfassung auf Deutsch: Ziel dieser Studie war zu ermitteln, ob und in welchem Ausmaß die maximale Beißkraft durch Unterfütterung oder Erneuerung
korrekturbedürftiger totaler Prothesen während ihrer Gebrauchsphase gesteigert werden kann. Weiterhin sollte untersucht werden,
inwieweit Alter und Geschlecht der Patienten, bzw. Alter der Prothese die Beißkraft vor und nach der Optimierung des Zahnersatzes
beeinflussen.


Es wurden 96 Patienten (46 Männer und 50 Frauen) in die Studie aufgenommen. Die Patienten wurden in 3 Altersklassen gruppiert. Alle
Patienten waren bereits mit Totalprothesen versorgt und alle Prothesen benötigten entweder eine Unterfütterung oder eine Erneuerung. Die
notwendige Behandlung wurde in unserer prothetischen Abteilung durchgeführt.


Die maximale Beißkraft wurde mit einem neuentwickelten Instrument (Gnathometer, blend-a-dent, Procter & Gamble) durchgeführt.


An jedem der 96 Patienten wurden 5 Messungen durchgeführt: 1. Die Messung mit den alten Prothesen. 2. Die Messung sofort nach
Einsetzen der neuen Prothesen. 3. Die Messung 1 Woche nach Einsetzen der neuen Prothesen. 4. Die Messung 1 Monat nach Einsetzen
der neuen Prothesen. 5. Die Messung 6 Monate nach Einsetzen der neuen Prothesen.


Die Messungen wurden an 3 Orten durchgeführt: a. im Bereich der Frontzähne. b. in Bereich der ersten Molaren rechts und linkes.


Die Daten wurden einer ANOVA Analyse für die gesamte Gruppe und zu einem T - Test für den paarweisen Vergleich unterzogen.


Aus den ermittelten Daten können diese Schlussfolgerungen gezogen werden:


1. Die maximale Beißkraft und somit möglicherweise die Funktionsbereitschaft korrekturbedürftiger Totalprothesen nimmt um ca. 50% zu,
wenn die Ausführung des Ersatzes den derzeit allgemein akzeptierten Regeln entspricht.


2. Die größte Zunahme der Beißkraft erfolgt bereits in der ersten Woche nach der Eingliederung der optimierten Prothesen.


3. Es gibt kein Zusammenhang zwischen Alter der Patienten, Alter der alten Prothesen und der Beißkraft festzustellen, jedoch haben
Männer signifikante größere Beißkraft als Frauen.